Nummer Fünfundvierzig

Niemals kann er das schaffen. So war seit Tagen, seit Wochen der Tenor aller Medien, die man so in die virtuellen Finger bekommen konnte. „Er“ ist natürlich Donald Trump und zu schaffen war es, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika zu werden.
Alle waren sich schon längst einig. Hillary Clinton würde siegen. Ob in der Süddeutschen, der stets von ihrer eigenen Liberalität überzeugten und längst grottig rechtskonservativen FAZ, der Erbsenpistole der Demokratie, der ZEIT, der Washington Post und – allen seit Monaten mit Stiefeln im Gleichschritt voran – in der New York Times.

Noch am 30. Oktober lagen die Chancen der ehemaligen Außenministerin bei neunzig Prozent laut NYT, selbstgefällig wurden bereits zahlreiche „Day after“-Szenarien durchgespielt. Was würde Hilary tun? Gleich Syrien angreifen oder erst das Oval Office neu möblieren lassen?
Dann kamen die etwas ominösen neuen Erkenntnisse über weitere eMails der demokratischen Kandidatin. Prompt schütteten die Medien Dreck über dem Chef des FBI aus. Niemand wies darauf hin, daß der Fehler nicht etwa darin lag, derartige Anschuldigungen eine Woche vor der Wahl zu erheben, sondern darin, die vorherigen Ermittlungen wegen der sicherheitstechnisch wohl eher bedenklichen Nutzung eines privaten Mailservers durch die Ex-Außenministerin einzustellen.
Hillarys Werte begannen zu sinken. Auf 88 Prozent. Siebenundachtzig. Vierundachtzig. Wo sie bis zum Wahltag blieben. Alles nach Ansicht der Analysen der New York Times, wohlgemerkt.
Auf anderen Seiten lagen diese Wahrscheinlichkeiten bei etwa 65 zu 35.
Donald J. Trump, dieser sexistische Pöbler, der Mann, der Amerika den eigenen Rassismus so überaus deutlich vor Augen geführt hatte, wurde immer nur erwähnt in seiner Rolle als Außenseiter. Als „ferner liefen“. Als der Mann, der unbedingt alles gewinnen müsse, um eine Chance zu haben, am Ende doch noch knapp hinter Clinton zu sein, einen guten Kampf zu liefern. Alles war bereits geplant. In der typischen Manier von King Kong und Meister Yoda war das Ergebnis von den Bühnenkritikern bereits vorweggenommen.

Trump hatte sogar die Eltern eines im Irak Gefallenen beschimpft in seinem Wahlkampf – ein absolutes Tabu in der US-Politik, stellt es doch irgendwo auch die Sinnhaftigkeit von Kriegen in weit entfernten Ländern in Frage, aus denen nur tote junge Menschen in Kisten nach Hause kommen.
Nein, amerikanische Soldaten sind immer für die gute Sache gestorben, haben ihr Leben gegeben für Freiheit, Gerechtigkeit, Demokratie – der ganze übliche Scheiß, den Eltern erzählt bekommen, deren hoffnungsvolle Kinder leider durch US-Politik ein abrupt verkürztes Leben erfahren. Das Narrativ gebietet das so. In der Kriegskultur der Vereinigten Staaten von Amerika gibt es kein sinnloses Opfer.
Also erzählt man den ganzen patriotischen Mist, den Eltern dann auch glauben und vor allem glauben wollen, da es ansonsten ja fraglich sein könnte, ob eine derartige Aktion überhaupt einen Sinn ergibt. Statt sich mit der bitteren Wahrheit zu beschäftigen – nämlich, ein potentiell ganz geiles Leben sinnlos verschwendet zu haben im Interesse von Konzernen – wird gerne die Lüge unbesehen übernommen. Es ist einfach, der offiziell erlaubten Vorgabe zu folgen. Der einfachen Sicht der Dinge. Er oder sie ist für eine gute Sache gestorben. Alles andere wäre viel zu furchtbar. Schwieriger zu nehmen.

Donald J. Trump hat sich in diesem endlos langen Wahlkampf in jeder stinkenden Suhle gewälzt, die einem Demagogen nur einfallen kann.
Überall in der aktuellen Presse schreien die Kommentatoren, daß das Zeitalter des Populismus begonnen habe. Wie alle anderen Analysen im Vorfeld ist das Blödsinn. Alle politischen Parteien sind populistisch.
Schon das Wort sagt klar aus, was es beinhaltet: Man wirbt um die Stimmen des Volkes, das einen da so umgibt. Exakt das tun alle Parteien. Auch die ehemalige SPD eines Herrn Gabriel, der sich naserümpfend über Trump echauffierte. Gerade dieser Haufen verlorener Pseudo-Linker hat Populismus gerade dringend nötig, möchte ich da fast rufen. Und Gabriel weiß das. Deswegen guckt er so angestrengt. Ich denke, Sigmar Gabriel hat heute in den Abgrund geblickt, in den seine sogenannte Volkspartei in zehn Monaten stürzen wird.

Fast wäre ich um Mitternacht oder gegen eins schlafen gegangen. Eigentlich wollte ich nur Florida abwarten.
Denn auch auf berufeneren Statistik-Webseiten, in diesem Falle Fivethirtyeight, hatten sich die Bundesstaaten Nevada, Florida und North Carolina im Laufe der letzten drei Tage vom republikanischen Rot in demokratisches Blau verändert. Der Esel schien dem Elefanten klar davonzulaufen.
Von etwa 250 Wahlmännern war Trump auf 210 gesunken, seine Chancen schienen stündlich zu schwinden. Wenn Florida sich auf Seite der Demokraten schlug, so war meine Erkenntnis, wäre Hillary Clinton die Präsidentschaft nicht mehr zu nehmen. Madame President schien eine recht einfache Sache zu sein.

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Bild 1: Situation der Auszählung um 04:11 Uhr deutscher Zeit
Aus der Schlagzeile läßt sich bereits entnehmen, daß es in der Redaktion der NYT gerunzelte Stirnen und viel Kaffeekonsum gibt. Das sah absolut nicht nach dem schnellen Sieg von Hillary Clinton aus, den man propagiert hatte.

Doch irgendetwas lief anders in der Wahlnacht. Zuerst ging Trump bei den Wahlmännern in Führung. Aber das war nicht Ungewöhnliches. Die sicheren Staaten für beide Seiten kamen schnell herein und die der Demokraten brauchten eben länger für die Auszählung, das war völlig normal.
Florida schloß seine Wahllokale, erstmals kam Spannung auf. Diese Spannung führte zu einem rosafarbenen Florida, als Trump dort in Führung ging.
Allerdings war das in diesem Moment schon nicht mehr in meinem Focus. Denn Trump führte auch in Wisconsin und Michigan. Zwei Bundesstaaten an den großen Seen. Nur zwei Tage vorher hatte ich bei mir beschlossen, daß Wisconsin, trotz dreißig Jahren demokratischen Wählens, eventuell doch an Trump gehen könnte.
Denn beide Staaten gehören zum Rust Belt, dem Rostgürtel.
Die Gegenden der sterbenden Autoindustrie und ihrer Zulieferer, die seit den 80er Jahren unter Reagan massiv deindustrialisiert worden sind. Trumps Kampagne machte am letzten Tag in WI halt. Ich fragte mich, warum.
Nach besten Analysen lag die Wahrscheinlichkeit eines Sieges für Trump hier bei etwa einem Drittel. Aber immerhin 10 Wahlmänner. Und in der richtigen Gegend. Also hatte ich am Montag in nächtlicher Analyse beschlossen, daß ein Trump, der ja jede Stimme benötigen würde, um auch nur gut abzuschneiden, hier eben Potential haben könnte.
Michigan, der Nachbarstaat mit 16 Wahlmännern, sollte allerdings zu mehr als 80 Prozent Wahrscheinlichkeit an die Demokraten gehen. Als auch hier rot auf der Karte auftauchte, ging erstmals der Gedanke durch meinen Kopf: „Sieh an. Er gewinnt die Großen Seen.“
Eine Taktik, die ich für sehr wohl möglich gehalten hatte. Donald Trump offenbar auch. Mein Bauchgefühl bezüglich Trump meldete sich eindeutig zurück. Irgendwas lief hier völlig anders, als die Zahlengurus das vorhergesehen hatten.

Die roten Bundesstaaten gingen nicht mehr weg. Beide blieben rot. In Michigan hielt Trump einen Vorsprung von 50-70K der Stimmen, je länger die Auszählung andauerte. Dann kamen weitere Daten herein. Und gegen vier Uhr morgens verschob sich die Realität endgültig.
Während auf ZON im“live“blog ein Vorsprung von 16 Prozent für Hillary propagiert wurde, im Bundesstaat Pennsylvania, hing das Schicksal Floridas weiter in der Schwebe. Aber der Vorsprung blieb. Noch am Vortag hatte ich mir die Verteilung der Stimmen auf Countyebene angesehen, von den Wahlen 2012.
Ganz Florida war dort rot, außer der Südspitze und der Metropolregion um Miami. Das hatte vier Jahre zuvor genügt, um den Staat an Obama zu vergeben.
Diesmal nicht. Die Auszählung hatte diese Regionen schon berücksichtigt, aber Trump führte immer noch. Erstmalig richtete ich die Aufmerksamkeit meines Mauszeigers auf Pennsylavania.
Keine 16 Prozent Vorsprung für Clinton. Sondern etwa 6,5 Prozent. Zu diesem Zeitpunkt an die 140K Stimmen. Während die Staaten Wisconsin und Michigan weiter rot blieben, hatte auch Florida weiter etwas über 100K Stimmen Vorsprung für den Republikaner zu verbuchen.

Es war dieser Moment, in dem ich ganz klar erkannte, daß mein Bauchgefühl völlig richtig gelegen hatte. Während alle anderen mit Statistiken und zweifelhaften Zahlen jonglierten, hatte Donald Trump es offensichtlich geschafft, die „schweigende Mehrheit“ der Bevölkerung zu aktivieren, die seine Stimmen darstellten.
Alle Medien hatten über diese Behauptung von Trump immer gelacht. Ich nicht. Donald Trump ist ein Verkäufer. Ich halte die meisten Amerikaner im Herzen für mittelmäßige Kaufleute. Donald Trump ist gut darin, ein Produkt zu verkaufen: Donald Trump. Wenn so einer sagt, er habe seine Kunden gefunden, glaube ich ihm das.
Ebenso wie Trump recht hatte, wenn er während seiner Kampagne immer wieder betonte, das „System“ sei korrupt, hatte er mit anderen Dingen recht. Beispielsweise, wenn er behauptete, daß Hillary Clinton mit Obama an ihrer Seite werben mußte, mit Stars aus Musik und Kunst und Film und Fernsehen, während er, Donald Trump, das nicht müsse und trotzdem ganze Hallen füllte. Mit Warteschlangen vor der Tür.
Während Hillary Clinton immer noch versuchte, nicht zu wirken wie einer der Echsenmenschen aus dem All, an die manche Menschen gerne glauben wollen auf unserem Planeten, kamen die Leute tatsächlich zu Donald Trump gelaufen.
Während alle Analytiker davon sprachen, wie viele Latinos, wie viele Schwarze und wie viele Frauen vor allem für Hillary stimmen würden, ist ihnen dabei entgangen, wie viele Frauen, Latinos und Schwarze eben nicht für Hillary stimmen würden. Denn es ging die ganze Zeit gar nicht um Hautfarben oder Geschlecht.

Während die bezahlten Schreiberlinge und Nobelpreisträger der Wirtschaftswissenschaften aus ihren Elfenbeintürmen herunterschauten und schrieben, daß eine Frau wie Hillary unmöglich verlieren könne, haben sie alle erfolgreich an den Menschen vorbeigesehen, die eben in der echten Realität leben und keine fünfstelligen Dollarsummen pro Monat verdienen. Plus Autorentantiemen.
Falls sich jemand fragt, ob ich damit jemanden wie Paul Krugman meine: Natürlich meine ich den.
Nirgendwo wird die bornierte Arroganz einiger Menschengruppen derartig schön sichtbar wie in Mr Krugmans Artikel, den er gegen 5 Uhr deutscher Zeit auf der NYT veröffentlicht.

„We still don’t know who will win the electoral college, although as I write this it looks — incredibly, horribly — as if the odds now favor Donald J. Trump.“

Das Ganze steht unter der Überschrift „Our unknown country“.
Exakt das meine ich. Aus der Elfenbeinperspektive eines Paul Krugman ist es ihm wieder einmal gelungen, einen großen Teil der echten Realität zu übersehen. Ein perfektes Beispiel für das Syndrom, unter dem sehr viele Ökonomen leiden.
Alleine die Überschrift ist pure Heuchelei. Denn ich kenne das Land, das da Donald Trump gewählt hat, ganz gut. Es ist dasselbe Land, das vor einigen Monaten in Wales und dem Nordosten Großbritanniens den Brexit gewählt hat. Es ist dasselbe Land, das in Deutschland AfD wählt und vorher nicht zur Wahl gegangen ist.

Ebenso wie das Verhalten seiner Zeitung ignorant ist, für die er schreibt, strahlt die Ignoranz Krugmans aus diesem Satz.
Denn zu diesem Zeitpunkt gibt die NYT auf ihrer Webseite zu, daß Florida verloren ist für die Demokraten. In den deutschen Medien ist der Staat schon eine dreiviertel Stunde früher an Donald Trump gegangen.
Die Schlagzeile der NYT lautet zu diesem Zeitpunkt noch „Trump zeigt unerwartete Stärke.“ Dann ging Ohio verloren, auch die Großen Seen sind noch immer rot. North Carolina gehört Donald Trump. An der Westküste beginnt die Auszählung und zeigt sogar Washington in Rot. Es ist 05:18 Uhr deutscher Zeit.
Der Kiffer-Bundesstaat Washington.
Hier gibt es Homoehe, freies Gras für alle, Schwule, Lesben, Aliens mit und ohne Fühler, Latinos, Schwarze, Weiße – alles Leute, die scheinbar der einzige Bestandteil des Amerika im Kopf eines Paul Krugman sind. Und selbst hier liegt Trump eine Weile in Führung. Doch dann färbt sich das Land wieder blau. Die letzte Demütigung, auch noch einen Westküstenstaat zu verlieren, wird Hillary Clinton erspart bleiben.

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Bild 2: Die Zeit des Sieges
Um kurz nach 5 Uhr beginnt die Westküste mit ihren Auszählungen. Washington färbt sich rot. Die Schlagzeilen künden von Verzweiflung. Paul Krugman schreibt im Schockzustand Artikel (links). Dann gibt die NYT zu, daß Florida auch an Trump geht. Nachdem Ohio weg ist. Erste Redakteure erhängen sich an ihren Topfpflanzen. Die Schlagzeilen klingen geradezu beleidigt.

Als Florida die Farbe wechselt, ändert sich auch die Schlagzeile. In geradezu beleidigtem Unterton gesteht die NYT, daß Florida verloren ist, und fragt die Wähler im Metatext, was sie sich eigentlich dabei denken, alle vorher gemachten Äußerungen der Medien, doch selbstverständlich Hillary Clinton als einzige Kandidatin in Betracht zu ziehen, einfach so komplett zu ignorieren.

Paul Krugman hätte schreiben müssen „Mein unbekanntes Land“.
Aber das war ihm wohl zu ehrlich. Und bereits der erste Satz zeigt den Selbstbetrug, dem sich unsere ökonomischen Eliten hingeben, ganz hervorragend.
Denn nichts ist an diesem Moment noch fraglich.
Zu diesem Zeitpunkt – es ist 5:50 Uhr deutscher Zeit, als die NYT updatet – weiß ich längst, nach einer Nacht vor den Livestreams aus aller Herren Internet, daß Donald Trump der Sieger sein wird. Florida ist gefallen. Die Großen Seen bleiben rot.
Um 06:01 Uhr schreibt die NYT auch die Stimmen Utahs auf Trumps Konto, was in deutschen Medien ebenfalls längst geschehen ist.
Um 06:09 kommt die nächste Horrormeldung für alle Journalisten, Statistiker, Analysten und das andere Medienvolk herein: Pennsylvania hat die Farbe gewechselt.

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Bild 3: Der Speer in der Brust der Demokraten
Pennsylvania geht bei hohem Auszählungsstand an die Republikaner. Trump liefert längst keinen achtbaren Kampf mehr. Er gewinnt. Und jetzt ist er dabei, seinen Gegner so richtig fertigzumachen.

Der Auszählungsstand ist bereits hoch, lange Zeit lagen beide Kandidaten hier bei exakt 48,2 Prozent der Stimmen, nachdem der Vorsprung, den es noch zwei Stunden vorher gab, dahingeschmolzen war.
Mit jeden neuen Update erhöht sich Trumps Vorsprung. Wieder 20 Wahlmänner, die er aus der als sicher geglaubten „Firewall“ von Hillary herausschneidet.
Es ist das Ende von Hillarys Träumen der Präsidentschaft, und wo immer sie sein mag, ich bin mir sicher, sie weiß es in diesem Moment bereits.
Um 06:09 deutscher Zeit an diesem 09. November 2016 AD, im zwölften Jahr der Herrschaft von Angela der Alternativlosen, Königin aller Deutschen, weiß auch ich endgültig, daß Donald Trump der neue Präsident der USA sein wird.

Wäre dies hier eine Schlacht in einem Hollywoodfilm, es wäre längst nach dem Moment, in dem die zurückflutende Armee der sicheren Sieger an ihrem Feldherrn vorbei nach Irgendwo flüchtet, verfolgt von den Speeren, Pfeilen und der Kavallerie des Feindes. Panik und Chaos überall. Und tote Männer.

Noch während Paul Krugman das schreibt, was er da schreibt, belügt er sich selbst. Wie schon die ganze Zeit. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf, haben Dutzende – Hunderte – von pseudolibertären Lohnschreibern und Zahlenschubsern an der echten Realität vorbeigeschaut.
Nichts an dem, was sich auf der Landkarte der USA seit Stunden abspielt, ist unglaublich. Es war eher unglaublich, diese Möglichkeit nicht in Betracht zu ziehen.
Und schon gar nichts davon ist grauenvoll, möchte ich Hern Krugman an seiner von mir unterstellten Apple-Tastatur gerne ins Gesicht brüllen.
Hier haben Bürger eines Landes von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Was kann daran grauenvoll sein?
Bereits aus dem allerersten Satz des schwer zu ertragenden Artikels geht klar hervor, daß Menschen wie ein Paul Krugman wesentlich größere Idioten sind, als selbst ich das für möglich gehalten hätte. Im weiteren Verlauf seines überaus peinlichen Artikel beklagt sich Mr Krugman dann, daß die Wähler offensichtlich demokratische Werte und das Gesetz nicht zu schätzen wüßten.

Ich frage mich, welches Gesetz er dabei meint. Das Gesetz, das eine Hillary Clinton vollständig verschont, aber eine Chelsea Manning für wesentlich weniger in Einzelhaft steckt?
Das Gesetz, das es Konzernen erlaubt, Millionen illegaler Einwanderer unter der Hand unter dem Mindestlohn zu beschäftigen, ohne ihnen dafür die geringsten Rechte zu gewähren?
Wobei die Zahl illegaler Immigranten auch eine Folge großer „Freihandels“verträge ist, wie beispielsweise NAFTA?
Meint er das Gesetz, das es anderen Konzernen erlaubt, Milliarden Dollar an Steuern nicht zu bezahlen und damit den eigenen Aktienkurs derartig nach oben zu drücken, daß Leute wie Paul Krugman auf ihren Wirtschaftsseiten mit einem gigantischen Dauerständer herumlaufen und laut schreiend behaupten, der Wirtschaft der USA ginge es absolut prima?

Aber diese Erkenntnis hat Mr Krugman offensichtlich nicht. Alle Wähler Trumps sind Antidemokraten. Gesetzesverächter. Dumme Menschen. Paul Krugman und sein Artikel sind der perfekte Blick in den Spiegel, wenn man verstehen möchte, warum viele Menschen Donald Trump gewählt haben.
Ich habe mich schon Anfang des Jahres darauf festgelegt, daß Trump gewinnen wird. Die Frage – hier im Blog bereits mehrfach gestellt – war eigentlich nur, wie viele Menschen den Immobilienmilliardär wählen würden, weil er eben nicht Hillary Clinton ist. Seit heute habe ich meine Antwort. Es sind Millionen.
An all diesen Menschen haben andere Leute, die Krugmans dieser Welt, seit Jahrzehnten immer vorbeigesehen. Der Ton der Kommentatoren auf allen Sendern hat längst gewechselt. Es geht nicht mehr darum, welche Staaten Donald Trump benötigt, um eventuell zu gewinnen. Es geht nur noch darum, welche Staaten Hillary Clinton unbedingt halten muß, um noch eine dünne Chance zu haben, nicht zu verlieren.
Immer verbissener werden die Mienen der Kommentatoren, während sich auf der Karte der USA etwas abspielt, das man nur noch als politisches Gemetzel bezeichnen kann.
Donald Trumps Truppen haben nicht nur den Speer zwischen die Rippen der demokratischen Siegessicherheit gerammt. Auch in Virginia, ebenfalls eine sicher geglaubte Position auf dem Schlachtfeld, ist der Vorsprung Clintons mit 0,1 Prozent hauchdünn. Der kleine Staat New Hampshire, tiefer Nordosten der USA und demokratisches Kernland, ist zu diesem Zeitpunkt ebenfalls rot. Es geht um stellenweise 99 Stimmen Vorsprung. Aber Trump liegt eben vorn.
Die flüchtenden Truppen der längst ausgemachten Siegermächte werden nicht nur verfolgt. Sie werden niedergestreckt, zusammengetrieben und abgeschlachtet. Die Niederlage wird jede einzelne Minute offensichtlicher und größer.

Passend zum Wahldebakel ist auch das Ergebnis diverser Umfragen zu den Beweggründen der Wähler, die im Fernsehen hereingereicht werden, während die Jubelrunden in den deutschen Staatssendern, eigentlich angetreten, um Amerikas erste Präsidentin zu feiern, immer stiller werden.
In Umfragen hatten Amerikaner gesagt, daß Dinge wie Rassismus oder Terror für sie durchaus eine Rolle spielen bei der Wahl. Aber eben eine kleine. Die große Mehrheit der Befragten antwortet, das wichtigste Thema sei eben die Wirtschaft.
Die Wirtschaft, von der Paul Krugman und viele andere behaupten, sie sei ja so phantastisch. Noch am Vortag hatte die NYT die niedrige Arbeitslosenquote ins Spiel gebracht. Als wäre das ein Indikator für etwas außer den ökonomischen Wunschträumen der Statistiker und Zeitungsschreiber.

Amerika fürchtet sich nicht übermäßig vor Terror oder vor Rußland oder vor dem Islam. Obwohl exakt das die Themen sind, mit denen auch die demokratische Regierung in den letzten acht Jahren immer wieder mächtig auf den Putz gehauen hat.
Amerika fürchtet sich seit Jahren nur noch selbst. Seit 9/11 schaut das offiziell immer noch mächtigste Land des Planeten in den Spiegel und stellt fest, daß es ihm nicht gefällt, was es da sieht. Und seit Jahren ist Amerikas einzige Antwort darauf: „Bringt mir einen anderen Spiegel“.
Natürlich ist es das reiche Amerika, das Amerika der Wall Street und der Charity Galas, das in den Spiegel schaut. Denn das arme Amerika kann sich gar keinen Spiegel leisten. Auch die Spiegel der Mittelschicht sind angelaufen oder zerbrochen und liefern nur noch verzerrte Bilder.

Der Kapitalismus der Reichen, der Superreichen und der Konzerne betrügt nicht nur normale Menschen. Er belügt auch die Superreichen. Donald Trump weiß gar nicht, wie ernst die Lage ist.

In acht Jahren Obama ist die Schere zwischen Arm und Reich nicht geschlossen worden, sondern weiter aufgegangen. Die Börsenkurse sind hiervon unbeeindruckt, sie steigen weiter.
Firmen kaufen Aktienwerte zurück und haben sich das notwendige Geld für Null-Zins von der Zentralbank geliehen. Durch diese Rückkaufaktionen steigen die Aktienkurse, die wiederum Indikator des Unternehmenserfolgs sind, der wiederum Auswirkungen auf die Bonuszahlungen der oberen Etagen hat.
Gleichzeitig nimmt das Ausmaß an kapitalistischer Propaganda neue Dimensionen an, versuchen zentral gelenkte Sendelandschaften von CNN über Fox News bis MSNBC, die Legende vom Amerikanischen Traum weiter lebendig zu erhalten. Ein Traum, der für die desintegrierende amerikanische Mittelschicht längst ausgeträumt ist.
Ebenso wie die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich der Abgrund zwischen der echten Realität und der gefühlten Propagandawelt der Reichen und Superreichen immer mehr. Während anderswo Löhne stagnieren, gehen krakelige Linien auf Börsen-Dashboards im großen und ganzen nach oben. Halluzinierter Wohlstand in digitalen Welten konkurriert mit zunehmend trister werdender Realwirtschaft und hat inzwischen katastrophale Ausmaße angenommen.
Ökonomische Wahnwichtel verkünden aus den Elfenbeintürmen als Ergebnis einer höchst zweifelhaften Wirtschaftsmathematik, daß es allen besser geht und runzeln die Stirn, wenn ihnen jemand erklärt, daß davon im Leben der Durchschnittsmenschen nichts ankommt oder nichts zu sehen ist. Da wird sogar davon gesprochen, daß dieser Effekt völlig unerklärlich sei oder rätselhaft. Schon Karl Marx hätte darüber herzlich gelacht.

Trump ist keine Ursache, er ist ein Symptom.
Plötzlich ist bei den Kommentatoren die Rede davon, daß die Wahl Trumps die Gesellschaft zerreißen würde. Es ist die alte Lüge von der Wahrheit, die angeblich immer das erste Opfer des Krieges ist. Tatsächlich ist die Wahrheit natürlich schon längst tot und begraben, bevor es zu einem Krieg kommen kann.
Trump zerreißt an diesem Abend nichts. Die Gesellschaft muß schon lange zerrissen sein, bevor so einer gewählt wird.
Trump steht außerhalb des politischen Systems und genau deshalb wird er gerade gewählt, während ich live dabei zusehe. Ein wahrhaft historischer Moment.
Ebenso wie die Briten, die in den rostigen Ruinen der Thatcherschen Deindustrialisierung ihren Haß auf die Globalisierung und ihre politischen Vertreter pflegen konnten, haben die abgehängten Amerikaner im Rostgürtel nur auf diese Gelegenheit gewartet, um dem politischen Stillstand und der Umverteilung von unten nach oben ein Ende zu setzen.
All die Menschen, die ein Krugman für Antidemokraten hält oder Menschen, die keine Achtung vor Gesetzen haben, wollen in Wahrheit nur eines: Sie wollen wahrgenommen werden. Die weiter steigenden Stimmanzahlen für Donald Trump sind ein Aufschrei einer Menge, die dem beständigen Anhäufen des virtuellen Wohlstands einer reichen Kaste seit Jahrzehnten immer wieder bereitwillig geopfert worden ist.
Diese Leute haben nichts mehr zu verlieren und sie haben die Schnauze voll von einer Politik, die sie nicht einmal als Menschen registriert.

Pennsylvania steht jetzt bei 97 Prozent Auszählung. 34.000 Stimmen Vorsprung für „The Donald“. Wenn Pennsylvania fällt, wird die erste Präsidentin der USA nicht am heutigen Tag gewählt. Es ist wie in einem Krieg – eine Stellung nach der anderen ist gefallen. Das Ende, das ein Krugman jetzt noch immer wegleugnet in seinem journalistischen und ökonomischen Führerbunker, es ist sehr nah.

Trump hält Klimawandel für einen Witz und glaubt an so einen antiwissenschaftlichen Vollblödsinn wie „clean coal“. Er hat Probleme mit der NATO beziehungsweise der amerikanischen Rolle darin.
Doch selbst in den Bundesstaaten mit guter Wirtschaftsentwicklung wird Trump gewählt. Es sind Texas, Oklahoma, North Dakota. Es sind die die Fracking-Staaten. Ausgerechnet die Staaten, in denen das Jobwunder in den nächsten Monaten sehr stark auf die Fresse fallen wird. Denn Amerika hat peak fracking bereits überschritten und daran wird auch ein Trump nichts ändern. Ich hatte das schon einmal erwähnt.
Kassandra sagt: Natürlich kann Trump versuchen, massenhaft Kohle zu benutzen, um seine Vision eines neuen, industriellen Amerika mit billiger Energie zu versorgen. Aber das macht Energie eben nicht billiger. Billige Energie ist aus und wird auch nicht mehr ins Angebot kommen.
Ebensowenig wie Obama kann Trumps Wunschdenken die Realität verändern. Donald John Trump wird über einen der größten ökonomischen Niedergänge präsidieren, die es in der Geschichte der Menschheit jemals gegeben hat. Ich weiß das längst. Obama hat das niemals gesehen. Auch Donald Trump wird das nicht sehen. Kaum einer unserer Politiker tut das. Und diejenigen, die es tun, sind nicht in der Politik.

Im Fernsehen beginnen die Sprecher, Trumps angeblich gefährliche Politik zu bereden.
Aber was wäre so schlimm an einer sterbenden NATO? Was wäre daran so schlimm, außer der Furcht unserer politischen Eliten vor Veränderungen?
Ich persönlich plädiere seit Jahrzehnten dafür, daß Deutschland diesen Militärclub verläßt, der spätestens seit Mitte der 90er Jahre seinen eigentlichen Zweck überlebt hat.
Warum ist ein Land wie unseres nicht aufgestanden, hat die NATO verlassen, den Franzosen die Hand auf die Schulter gelegt und gesagt: „Freunde, laßt uns Europäer ein eigenes Bündnis aufmachen.“
Als Keimzelle einer europäischen Außen- und Verteidigungspolitik ist dieser Schritt längst überfällig. Damals war Frankreich nicht in der NATO und es ist atomar bewaffnet. Ausreichend, jeden übereifrigen Gegner abzuschrecken, wer immer das sein sollte. Schon längst könnte die „Europäische Defensivinitiative“©, wie ich das persönlich immer bei mir nenne, Wirklichkeit sein.
Stattdessen ist noch im Jahre 2003 eine Parteivorsitzende der CDU nach Washington geflogen, um einem Präsidenten Bush zu sagen, daß mit ihr als Kanzlerin Deutschland natürlich mit in den Irakkrieg gezogen wäre. Aber selbstverständlich.
Ein innenpolitischer Affront in meinen Augen, wie es ihn in Deutschland noch nie gegeben hat. Wäre ich Gerhard Schröder gewesen, ich hätte Angela Merkel dafür innenpolitisch derartig fertiggemacht, daß diese saubere Arschkriecherin heute alles wäre, aber nicht Bundeskanzlerin.
Statt also europäische Interessen zu definieren und diese auch zu vertreten, hat man auf die gemeinsame Währung gestarrt, im Jugoslawienkrieg hilflos rumgestanden und es sich im Enddarm der Vereinigten Staaten von Amerika politisch schön bequem gemacht, die Unionsparteien allen voran. Ich weise darauf hin, daß es diese Parteien sind, aus deren Absplitterungen heute so etwas wie die AfD entstanden ist.

Jetzt reden plötzlich alle davon, daß man Donald Trump nicht einschätzen kann. Das die Beziehungen zu Amerika eine Black Box geworden sind. Das man selber eine europäische Armee vorantreiben müsse. Eigene Interessen definieren.
Donald Trump ist zu diesem Zeitpunkt bereits Wahlsieger und hat bereits begonnen, Dinge in die richtige Richtung zu bewegen.
Ein Typ namens Norbert Röttgen, den ich schon zu viel früheren Zeiten für eine politische Flachpfeife gehalten habe, sagt im Deutschlandfunk

„Man habe die Radikalität unterschätzt, mit der Wähler bereit seien, aus ihrer persönlichen Situation die Konsequenzen zu ziehen“

Ich habe selten Politikern aller Couleur derartig den Arsch auf Grundeis gehen sehen wie in den letzten 24 Stunden. Was Röttgen da sagt, ist der gleiche Tenor, in dem ein Krugman von „schrecklich“ und „unglaublich“ redet.
Da haben also Wähler ihre persönliche Situation als Entscheidungsgrundlage herangezogen, um einen Donald Trump zu wählen. Aber was bitteschön soll daran in irgendeiner Form radikal sein?
Übersetzt sagt Herr Röttgen da gerade: „Wir haben nicht damit gerechnet, daß so viele der Menschen, auf denen wir politisch immer so bequem rumtrampeln konnten, jetzt ihren Arsch bewegen und wählen gehen. Und dann auch noch den Kandidaten, den wir nicht geplant haben! Das ist unfair und ich bin darüber beleidigt.“
Viel mehr muß man dazu nicht sagen. Die Röttgens, die Merkels, die Seehofers – sie alle haben es noch immer nicht verstanden. Auch die schwer schockierten Ursula von der Leyens dieser Welt zeigen klar, daß sie von der Welt keine Ahnung haben.
Es geht nicht um Schwarz oder Weiß oder Homoehe oder derartige Dinge. Wie immer verläuft die Grenze in einem totalitären Wirtschaftssystem wie dem Kapitalismus zwischen Oben und Unten.

Im letzten Beitrag hatte ich die USA mit Frankreich von 1789 verglichen. Das trifft auf Deutschland ebenso zu. Auf Großbritannien. Auf die ganzen Industrieländer der G20.
Irgendwelche Kommentatoren in Großbritannien reden davon, daß die Wähler der Dummheit den Vorzug gegeben hätten vor Analysen.
Doch wer soll Analysten glauben, die seit 35 Jahren vom „trickle-down-Effekt“ reden? 35 Jahre Versprechen, daß man nur den Reichen und Superreichen die Steuern senken müsse, damit die dann mit dem freiwerdenden Kapital neue Arbeitsplätze erschaffen, die dann allen zugute kommen. Der dumme Spruch „a rising tide lifts all boats“.
Das Problem daran ist, daß die Krugmans und Röttgens und auch die Junckers und Merkels nie zugeben wollten, daß die meisten Normalos gar kein Boot haben. „Dann sollen die sich halt was zurücklegen, um eins zu kaufen“, hätte Guido Westerwelle jetzt vorgeschlagen.
Selbst die Menschen in der sogenannten Mittelklasse stellen immer mehr fest, daß sie sich ein Ticket auf einem Boot gar nicht mehr leisten können und auch nie konnten. Und – was besonders wichtig ist, bedenkt man das allgegenwärtige Narrativ der besseren Zukunft – auch nie werden leisten können.
Die gesamte leere Lüge des Kapitalismus, an einem Wahlabend voller Spannung sauber enttarnt.

,,Wer Wind sät. wird Sturm ernten“, sagt ein altes Sprichwort. Seit 35 Jahren sät die alternativlose Globalisierung den Wind.

Die Antwort auf die Folgen der Globalisierung ist mehr Globalierung. Die Antwort auf Politikerverdrossenheit ist mehr Lobbyismus. Die Antwort auf mangelnde demokratische Legitimation ist mehr bürokratischer Zentralismus.
Trump ist keine Ursache, er ist ein Symptom. Das Symptom aus 35 Jahren Frustration. Dieser Tag war die Gelegenheit für alle Ungehörten, für alle Zurückgebliebenen und für solche, die sich für zurückgeblieben halten. Eine Gelegenheit, dem verhaßten System eins auszuwischen.
Für mich spielt sich all das auf der viel größeren Bühne der Langen Dämmerung ab. Es ist nicht Unglaubliches, wie Herr Krugman sagt. Es war zu erwarten. Wenn nicht jetzt, dann eben in vier Jahren. Denn der Grund, einen Donald Trump zu wählen, wäre ja bei einem Sieg Hillary Clintons nicht verschwunden. Aber die Menschen in Amerika haben sich bereits jetzt entschieden, business as usual aufhalten zu wollen.

Der Wahlkampfmanager von Clinton tritt vor die Kameras. Er sagt nichts von Niederlage. Er feuert die Menge an. Er sagt „Wir sind stolz auf euch!“
Er sagt „Wir sind stolz auf sie!“ und meint damit Hillary Clinton, die nicht mehr auf die Bühne kommen wird an diesem Abend irgendwo in New York City.
Die jubelnde Menge scheint noch immer nicht begriffen zu haben, daß ihre politische Niederlage total ist. Auch im Kongreß sind die Mehrheiten republikanisch. Trotzdem werden sich die Republikaner selber zerlegen in den nächsten Wochen und Monaten. Denn sie werden versuchen müssen, einen allzu durchgeknallten Präsidenten zu bremsen und zu lenken. Das dürfte für rege Debatten sorgen im Kongreß.
Die Demokraten werden ebenso zerbröseln, was vielleicht sogar besser für sie ist. Erstmals seit einem gefühlten Jahrhundert ist der Kandidat der Wall Street nicht Präsident geworden. Das gesamte politische System der USA ist gestern Nacht in Rauch und Flammen aufgegangen und vom Himmel gestürzt wie weiland die Hindenburg über Lakehurst.

John Podesta, der Wahlkampfmanager von Hillary, sagt ernsthaft, daß die Kandidatin nicht mehr auftreten werde, weil es alles zu knapp sei, alles noch im Fluß. Noch immer benutzt er das Wort „Niederlage“ nicht. Noch immer möchten die Bewohner des Elfenbeinturm der simplen Wahrheit nicht ins Gesicht sehen. Noch immer ist der Spiegel schuld an dem Bild, das da zu erkennen ist.

Aber es ist vorbei. Es ist etwa 08:05 Uhr deutscher Zeit. Donald Trump ist durch. Endgültig. Nummer 45 ist gewählt.

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