Das wahre Morgen

– VI –

Smoothies und Prosecco

„Unzurechnungsfähigkeit: Immer wieder dasselbe zu tun in der Hoffnung, damit ein anderes Ergebnis als zuvor zu erzielen.“
unbekannter Verfasser

Durch meine Hände gehen Kinderbücher. Die ganz kleinen. Bunte Bilder und etwas Text auf zehn bis zwölf Seiten.
Geschichten für Drei- und Vierjährige und solche, die gerade Lesen lernen.
Da gibt es Pu den Bären. Die Biene Maja. Die Biene Maja meiner Kindheit, wohlgemerkt. Es sind ältere Kinderbücher. Immer mehr von denen werden aus dem Verkehr gezogen, da die Rechtschreibung ja nicht mehr stimmt. Diese Biene ist also die etwas pummelige Klugscheißerin, die mit ihrem faulen – und noch dickeren – Kumpel Willy unterwegs ist, um neue Wiesen zu entdecken, neue Blumen und…obwohl, nein. Falscher Text.
Heute ist diese Biene ein Produkt von CGI, das ist die Abkürzung von „computer generated image“. Die heutige Maja ist deutlich schlanker und wirkt in ihrer computerisierten Sterilität bei weitem nicht so sympathisch wie die noch auf Folien gezeichneten Vorlagen der Erschaffer vor fünfunddreißig Jahren. Ich weiß nicht, ob Willy auch abgenommen hat oder heute ein Sportzentrum für Drohnen betreibt. Aber ich halte es für sehr gut möglich.
Ein Kinderbuch erzählt die Geschichte von Krankheit, Krankenhaus und – natürlich – Heilung. Es sind Kinderbücher, da sind Happy Ends natürlich vorgeschrieben, in mehrfacher Bedeutung des Wortes. Dieses Buch hier ist von Stada.
Ein anderes erzählt die Geschichte von Benni dem Schaumdrachen. Auf der Rückseite prangt das Logo des Pharmakonzerns Bayer, zusammen mit einem kleinen Text, der die Vorzüge eines schmerzstillenden Schaumpräparats beschreibt. Bayer ist der Konzern, der vor einer Weile Monsanto gekauft hat, diesen Gentechnikladen, der angeblich seit vierzig Jahren den Welthunger bekämpfen will.
Seltsamerweise scheint das nie zu funktionieren, obwohl Monsanto seine Tentakel inzwischen bis aufs letzte Baumwollfeld Indiens oder Sojafeld Südamerikas ausgestreckt hat, wobei der Konzern auf die Umwelt im allgemeinen und Menschenrechte im Besonderen nicht viel gibt. Zumindest bekommt man den Eindruck. Ist halt so eine Sache, der Welthunger.

Wir haben längst die Kontrolle abgegeben über Dinge, die uns eigentlich sehr am Herzen liegen sollten. Um die man sich selbst kümmern muß, auch wenn das nicht immer einfach ist. In diesem Fall darüber, was unsere Kinder lernen. Was sie lernen sollten. Und vor allem, wie sie es lernen.
In meiner Hand habe ich eine Packung mit einem etwas seltsamen Gegenstand. Eine Art Pad, eine Plattform mit rutschfesten Noppen aus einem flexiblen Kunststoffzeug. Damit sollen Kinder ihr Gleichgewicht besser kontrollieren lernen.
Mein Stirnrunzeln wird aber besonders durch die Verpackung ausgelöst. Spielende Kinder balancieren über die Reste eines Holzzauns an einer Wiese, im Hintergrund glückliche Kühe, Wiese und Sonnenschein.
Stimmt. So haben wir als Kinder gelernt, wie man über schmale Dinge wandert, ohne dabei auf die Fresse zu fallen. Und nicht, indem unsere Eltern uns auf ein wabbeliges Gelkissen gestellt haben, auf dem Teppich im Wohnzimmer. Irgendwo entdecke ich eine massive Diskrepanz zwischen dem, was der Aufdruck hier zeigt und dem, was in der Packung tatsächlich drin ist. Keine einzige Kuh, glücklich oder nicht. Wiesen auch nicht. Sprich einer von Mogelpackungen.
Überhaupt stolpert man im Internet, freiwillig oder nicht, immer wieder über dieses ganze Zeug. Soll mein Kind mit einem Jahr schon laufen? Mit acht Monaten sitzen? Wie stille ich richtig? Was ist mit Stillen in der Öffentlichkeit?
In geradezu hysterischer Akribie werden hier Menschen, die Eltern werden oder geworden snd, jede Menge Dinge um die Ohren gehauen, die unbedingt zu beachten sein sollen. Wenn man – oder besser, frau – bei der Geburt nicht richtig atmet, wird das nichts mit dem späteren Nobelpreis für Literatur für Malte-Torben. Leider verschissen, von Anfang an.

Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß ein Großteil dieser ganzen Ratschläge für Menschen geschrieben werden, die womöglich besser einfach nicht Eltern geworden wären. Schutzhüllen fürs Smartphone kaufen und benutzen, das kriegen alle hin. Sich mit Fünfzehn vor dem Ficken vielleicht mal ein Kondom über den Schwanz ziehen – dieses Geheimnis scheint sich oft nicht rechtzeitig herumzusprechen.
Auf der anderen Seite werden die Tips auch von Menschen geschrieben, die offenbar keine Kinder haben, die nie welche haben wollen oder deren Kinder verzweifelt von daheim weggelaufen sind, weil sie ihre nervtötenden Eltern nicht mehr ertragen konnten. Daraufhin nehmen die traumatisiert zurückbleibenden Helikoptereltern dann Rache an allen anderen Lebewesen, indem sie Erziehungstips ins Internet stellen.

Kinder laufen dann, wenn sie darauf Bock haben. Sie möchten bitte dann gestillt werden, wenn sie Hunger haben, was sie normalerweise auch unmißverständlich kundtun. Und wenn das im Bus oder der Parkbank oder auch im Fahrstuhl der Fall ist, stört mich das persönlich nicht im Geringsten. Leute telefonieren auch heute überall und brüllen ins Smartphone: „Ja, es ist Genitalpilz!“
Wenn nämlich die Verbindung schlecht ist, hilft brüllen immer weiter. Leute beißen auch heute überall in ihr Kühltheken-Sandwich vom Discounter, während sie die Plastikhülle dieser traurigen Entschuldigung für ein Brot hinter sich auf die Straße werfen. Oder sie laufen überall mit ihrem Latte Himbeer-Marinello-mit-Kokosraspel-und-Mandelmilch durch die Gegend, den sie ständig irgendwem auf die Jacke schütten würden, denn keiner guckt mehr nach vorne, sondern nach unten. Aufs Display. Vermutlich, um in irgendeinem Internetforum darüber zu shitstormen, daß Stillen in Öffentlichkeit ja ihre zarten Gefühle verletzt und deshalb selbstverständlich sofort mit der Todesstrafe belegt werden muß. Und wer dagegen ist, ist ein Nazi, ist ja klar.

Mir sind stillende Mütter in der Öffentlichkeit allemal lieber als die verkorksten Halbaffen mit ihren digital ausgelagerten Kleinhirnen, die heutzutage einen Großteil dieser Öffentlichkeit darstellen. Wobei das juristisch schon wieder schwierig wird. Wenn keiner von den Idioten eigentlich hinsieht, ist das dann Öffentlichkeit?
Das hatte nämlich früher auch immer etwas mit „Aufmerksamkeit“ zu tun. Mütter kümmern sich, wenn sie die Nachkommen füttern. Und das ist gut so. Väter tun das auch und dürfen füttern, nur stillen die halt nicht.
Aber statt Kindern Geschichten über Drachen zu erzählen, machen die Drachen heute Werbung für ein Gesundheitssystem, das in Bürokratie und Lobbyismus ertrinkt.
Auch dieser Prozeß, der dahintersteht, war schleichend. Ich habe als Kind Heftchen in die Hand bekommen, die die Abenteuer eines Salamanders und seiner Freunde beschrieben. Aber die waren wenigstens noch ganz lustig. Natürlich waren die kritischen Situationen dann immer schnell gelöst, weil der amphibische Schwanzlurch stets das richtige Schuhwerk trug. Aber das war auch tatsächlich von brauchbarer Qualität und wurde zu damaligen Zeiten nicht in China oder Vietnam zusammengebosselt. Außerdem hatte die Schuhindustrie vermutlich nie einen derartigen Einfluß auf die Politik wie heute Big Pharma. Oder Big Oil. Oder Big Auto. Oder Big Banking. Ich habe jedenfalls noch nie etwas von Rettungspaketen für die Schuhindustrie gehört.

Bild 1: Die ganze Dummheit der Gesellschaft in einem Werbemotto
Der Vorteil beim selber machen ist nämlich, daß man genau weiß, was man will. Und wie man es will. Vermutlich hat den sexuell frustrierten Propagandafachleuten das niemand gesagt. Aber wir bezahlen halt lieber umgerechnet €17,53 für ein Kilo Orangen oder so einen Mist. Weil die Flasche so cool ist.

Irgendwo ist uns, als Eltern der jetzigen Generation von 15- bis 25jährigen, in Sachen Bildung und Lernen in den letzten Jahrzehnten die Kontrolle entglitten. Früher waren Elternabende Veranstaltungen, an denen der Lehrer den Eltern mitteilte, was ihre Spößlinge jetzt wieder angestellt hatten in der Schule. Die brennende Katze des Hausmeisters, der Zement um die Reifen des Wagens des Rektors – solche Dinge halt.
Heute sind Elternabende Veranstaltungen, an denen Eltern dem Lehrpersonal vorhalten, daß es seine ganze Arbeit ja völlig falsch macht und das sie – die Eltern – das selbst-ver-ständ-lich völlig anders sehen und erledigen würden. Und natürlich besser, selbstredend.
Wegen dieses Nobelpreises, siewissenschon. Aber es fehlt den entsprechenden Eltern dann immer die Zeit. Man muß ja schließlich das deutsche Wirtschaftswachstum weiter vorantreiben mit der eigenen Arbeit. Selbstverständlich ist man auch immer völlig unentbehrlich. In vielen Fällen, so habe ich jedenfalls den Eindruck gewonnen, sind die meisten dieser hohen Herrschaften auch intellektuell im eher fragwürdigen Bereich, was denn die Erziehung von Kindern angeht. Aber in typisch deutscher Manier wissen diese Menschen augenblicklich immer, was die anderen falsch machen. Die Fachleute.
Immer öfter übernehmen Schulen mit ihrem unterbezahlten Personal Aufgaben, die eigentlich die jeweiligen Erzeuger der neuen Weltbewohner wahrnehmen müßten. So grundlegende Dinge wie die Tatsache, daß man andere Menschen nicht wie das letzte Arschloch behandelt, um nur ein Beispiel zu nennen.
Denn womöglich ist der kleine Torben-Malte gar nicht hochbegabt, sondern die Eltern nur einfach sehr blöde. Und ihr kleiner Sandkastenmafiosi eben einer, dem schlicht keiner beigebracht hat, daß Zusammenleben auch das Respektieren von Grenzen erfordert. Die für alle gelten müssen, sonst ergeben sie keinen Sinn.
Aber wie macht man das in einer Welt, die jeden Tag Beispiele dafür liefert, daß diese Ansicht eben nicht stimmt?
Wenn Torben-Malte gefragt wird, was er mal werden will, sagt er halt heutzutage „Politiker!“ oder „Vorstand bei VW“ oder womöglich „Deutschlandchef von Goldman Sachs.“
Da wird es dann argumentativ schwierig bei der Erziehung, denn der Deutschlandchef dieser Scheißbank, also Goldman Sachs, war bis 2015 ein Typ namens Alexander Dibelius und der hat mal den wunderschönen Satz gesagt: „Banken haben keine Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.“
Da habe ich keine weiteren Fragen an den Mann. Oder die Bank. Oder die Politik. Tja, hätten die halt alle mal was Ordentliches gelernt.
Das Ende vom Lied ist, daß sich dann auch Schulen zu immer größeren Verbünden zusammenschließen. Lehrer werden nicht mehr beamtet, sie sind Angestellte. Oft auch solche, die in den Sommerferien dann eben arbeitslos sind. Noch öfter solche, die an wechselnden Standorten Unterricht geben müssen. Heute im Stadtzentrum, nächste Woche dann im Vorort. Der Personalmangel, sieiwssenschon.
Der Prozeß der industriellen Skalierung macht auch vor dem Bildungswesen nicht halt.

Die Dissonanzen der modernen Gesellschaft nehmen weiter zu. Während immer wieder von lebenslangem Lernen geredet wird und der Staat jedem Arbeitslosen erst einmal Faulheit unterstellt oder ihn dazu anhält, doch flexibel zu sein, während Ökonomen aus Elfenbeintürmen verkünden, die meisten Menschen würden sich ja „am Arbeitsmarkt vorbei“ ausbilden lassen oder studieren, predigt uns die Werbung weiterhin, daß wir uns alle individuell verwirklichen sollen. Vorzugsweise mit dem angepriesenen Produkt, versteht sich.
Arbeitgeber beklagen, daß sie ihre Ausbildungsstellen nicht besetzen können, da es den Bewerbern an grundlegenden Kenntnissen fehlt. Wie beispielsweise das Addieren zweistelliger Zahlen im Kopf oder zu wissen, daß Bismarck vielleicht nicht nur ein Doppelkorn im Regal ist. Oder auch einfach mal pünktlich irgendwo aufzutauchen, selbst wenn das Smartphone leider gerade keinen Akku mehr hat. Das es natürlich auch nicht attraktiv ist, diese Dinge für eine Vergütung von 250 Euro pro Monat zu erlernen, steht wieder auf einem anderen Blatt. Nicht überall ist die Bezahlung in der Ausbildung mies.
Während alles individuell sein soll, bis hinunter zur genetisch handgestrickten Medizin, verfrachten wir Kinder aus Sonderschulen in „normale“ Schulen, weil irgendwelche schwachsinnigen Reformpädagogen der Meinung sind, sie könnten alle zehn Jahre mal eines ihrer Konzepte von der Uni an der Gesellschaft ausprobieren. Also müssen jetzt sofort alle ums Verrecken gleich sein und so etwas wie Sonderschulen grenzt ja einige arme Kinderchen total aus. Und dann werden die am Ende alle Nazis. Oder Bankchefs. Dasselbe Denken hat ja schon dazu geführt, daß inzwischen schon Menschen meines Schlages als elitäre Mitläufer gelten. Ich habe ja mal ein Gymnasium besucht und keine Ganztagesverwahranstalt.

Ich schreibe absichtlich Sonderschule, denn so hießen die damals, als ich in der Grundschule war. Niemand nannte das Förderschule. Das eine Schule Kinder fördern sollte, war damals einfach so selbstverständlich, daß niemand das für erwähnenswert hielt. „Sonderschule“ kommt auch nicht von „sonderbar“, sondern von „besonders“.
Die Kinder, die solche Schulen besuchen, brauchen nämlich schlicht besondere Aufmerksamkeit. Das Personal muß besonders ausgebildet sein, um mit den vielfältigen Problemchen zurechtzukommen. Ich erinnere mich da immer an ein Mädchen meiner Grundschulklasse. Sie hieß Angela. Angela war hübsch. Sie war zweifellos nicht auf den Kopf gefallen, wenn man sich mal mit ihr unterhielt. Was die meisten nicht taten, zugegeben. Trotzdem war sie schlecht in der Schule. Angela war nämlich schwerhörig.
Das bedeutete Mitte der 70er Jahre, daß sie hinter ihrem Ohr ein Dingsbums trug, daß so groß war wie mein heutiger, erwachsener Daumen und das oft nicht sonderlich gut funktionierte. So wie ich damals eine Brille verpaßt bekam, deren Gläser noch vor der vierten Klasse so dick wurden, daß man sie an den Kanten abschliff, um Gewicht zu sparen. Heute ist das Hörgerät winzig und meine Gläser sind hochbrechender Kunststoff. Fortschritt muß nicht immer schlecht sein.
Soweit dann übrigens auch zur angeblichen Ausgrenzung. Wenn Kinder jemanden ausgrenzen wollen, genügte eine Brille vor vierzig Jahren dafür völlig.
Angela sprach auch sehr leise und schüchtern. Was völlig klar ist, denn sie hörte sich selbst ebenfalls schlecht beim Sprechen. Das beherrschte sie übrigens einwandfrei, das mit dem Sprechen. Bei ihrer Schwerhörigkeit nicht selbstverständlich. Jedenfalls wechselte Angela im zweiten Schuljahr dann auf unsere örtliche Sonderschule. Ich weiß nicht, was sie heute tut, aber wenn ich sie später wieder mal traf, war sie sehr zufrieden. Und sie hatte gute Noten.

Unsere heutige Gesellschaft betreibt das unsinnige Konzept der Inklusion um jeden Preis. Am Ende sind die Lehrer überfordert, die einen Kinder unterfordert und die anderen sind schuld, weil sie ja alles ausbremsen. Kinder mit Behinderungen – oder wie immer das heute offiziell politisch korrekt heißen soll – sind nicht dadurch weniger behindert, daß man sie mit allen anderen in einer Klasse zusammenrührt.
Gleichzeitig schaffen wir es aber nicht einmal, bei Gebäuden aller Art dafür zu sorgen, daß Menschen im Rollstuhl oder mit anderen Einschränkungen da auch hineinkommen. Oder in einen Zug flüssig ein- und aussteigen können, ohne den ganzen Fahrplan durcheinanderzubringen oder ohne diese Menschen damit zu belästigen, vorher drei Telefongespräche mit fünf Bahnbediensteten führen zu müssen. Menschen mit Behinderungen werden daran gehindert, gut zu verdienen, falls sie auf tägliche Betreuung angewiesen sind. Da sind dann diverse sinnlose Gesetze davor.
Wieder einmal wird das völlige Fehlen schlüssiger Gesamtkonzepte in unserer Gesellschaft sehr deutlich. Zunehmende Dissonanz.
Und so schreiten wir völlig individuell im Gleichschritt zur Einschulung in die voll inklusive Schule, an der die Lehrer Lehrpläne durchziehen sollen, die von irgendwelchen Gremien in einer Landeshauptstadt festgelegt worden sind. Meistens sitzen Menschen in diesen Gremien, die ihre Kinder niemals in eine öffentliche Schule schicken würden, wegen der miesen Ausstattung und dem frustrierten Lehrpersonal, siewissenschon.
Dann wird im Curriculum dreimal Hitler durchgekaut am Gymnasium, aber der Politikunterricht gestrichen, in dem womöglich die Funktion unseres Wahlsystems erklärt wird. Oder so absurd Abstraktes wie die Demokratie an sich.
Dafür führen dann Landesregierungen auf „Anraten“ großer Wirtschaftsunternehmen das Fach Wirtschaft an Schulen ein. Aber nicht etwa, um auf die bedauernswerten Schwächen des kapitalistischen Systems hinzuweisen – beispielsweise die Ausgrenzung großer Bevölkerungsteile mittels des Kriteriums finanzieller Leistungsfähigkeit – oder womöglich neue Ansätze ins Spiel zu bringen. Nein, es ist viel wichtiger, die Kleinen in der 8. Klasse darüber aufzuklären, worauf sie beim Kauf eines Autos auf Pump zu achten haben. Der Sinn dieses Vorhabens steht außer Zweifel.

Die gerechte Gesellschaft als politisches Konzept, an dem sich keiner mehr einen blauen Fleck holt. Klingt gut, funktioniert nur oft nicht. Die ganze Diskussion lenkt nur vom Kernproblem ab.

Zu Beginn der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, also etwa zum Zeitpunkt meiner Geburt, hatte Mensch noch eine Chance. Als die USA 1971 ihren Peak Oil erlebten, war das ein Signal zur Veränderung der Welt. Aber es wurde ignoriert. Da nicht sein konnte, was nicht sein durfte, machten die USA so weiter wie immer. Der Rest der Welt ebenfalls. Erst 1973, als Saudi-Arabien als Führungsmacht der OPEC, einer bis dahin eher machtlosen Organisation, ein Ölembargo gegen den Westen verhängte, wurde die Lage dramatisch öffentlich.
Das „Wirtschaftswachstum“ diese ökonomische Massenpsychose, der seit einigen Jahrzehnten alle entwickelten und überentwickelten Länder hinterherlaufen, kam praktisch sofort zum Erliegen.
Exakt zu diesem Zeitpunkt, als die Nahost-Politik für dieses Stottern des Ölzuflusses sorgte, kam in den westlichen Industrieländern auch erstmalig das Phänomen der Arbeitslosigkeit auf. Es ist seitdem nie wieder verschwunden.
In den USA wurde Benzin rationiert, Autofahrer durften nur an geraden und ungeraden Tagen tanken, gemäß ihrer Zulassungsnummer.
In Deutschland gab es autofreie Sonntage. Irgendwo damals hat mein Gehirn begonnen, Dinge dauerhaft zu speichern, deshalb kann ich mich daran tatsächlich erinnern. Das Wirtschaftsministerium gab Flugblätter heraus mit Tips zum Energiesparen, nach dem Motto „Sparen ist die beste Energieversorgung“. Offensichtlich hatte die damalige Bürokratie noch nicht völlig den Verstand verloren.
Aber damals™ hatte die NASA auch noch eine fähige Verwaltung, die Astronauten zum Mond brachte und auch wieder zurück und sie nicht aus verwaltungstechnischer Pfennigfuchserei oder auf politischen Druck hin in die Luft sprengte. Früher war eben nicht alles besser, aber manches schon.

Aus den ersten Protesten der „Umweltspinner“ und Hippies der Endsechziger wurde in dieser Zeit die globale Umweltbewegung. Nichts hat seitdem so sehr versagt wie du Umweltbewegung.
Dabei fehlten der Welt damals nur etwa zehn Prozent der üblichen Ölmenge, die vor dem „Embargo“ in westliche Tanks floß. Aber das genügte, um das System auf tönernen Füßen ins Wanken zu bringen.
Präsident Richard „Tricky Dick“ Nixon schloß das Goldfenster für den US-Dollar endgültig. Statt weiterhin zu einem festen Kurs offiziell in Gold konvertierbar zu sein, wurde „In God we trust“ zum einzigen Garanten des Wertes von amerikanischem Papiergeld. Denn nur mit massiver Kreditvergabe war es möglich, weiterhin so etwas wie Wachstum der Wirtschaft zu simulieren. Diese Kreditvergabe aber war nur dann unbegrenzt möglich, wenn man den Geldwert endgültig virtualisierte. Und diese Kredite wurden benötigt, um das plötzlich so viel teurere Öl zu kaufen, das noch am Markt vorhanden war. Aber noch immer verweigern sich heutige Standardökonomen der schlichten Erkenntnis, daß eine Wirtschaft immer von der verfügbaren Energiemenge abhängig ist, nicht etwa der verfügbaren Geldmenge.
Ein Bruchteil fehlender Energie war damals in der Lage, ein System an den Abgrund zu bringen, das sich an die jederzeit verfügbare Verschwendung von fossilen Rohstoffen längst gewöhnt hatte. Bei jeder Droge muß im Laufe der Zeit die Dosis erhöht werden. In den USA erschossen sich Autofahrer für Tankfüllungen. Durchaus auch eine Methode, den Bedarf an fossilen Brennstoffen zu senken.
Wieder einmal zeigt sich hieran, daß es notwendig ist, in die Vergangenheit zu schauen, um das Gesicht der Zukunft erkennen zu können. Nicht nur, um gewarnt zu sein, sondern auch, um das Bild der möglichen Zukunft zu sehen. Denn die Zukunft, die möglich und wahrscheinlich ist, ist eben nicht die, die wir uns gerne herbeiwünschen.

Mensch ignorierte diese Dinge mit großem Aufwand. Statt sich die Sache genau anzusehen, schob man die Schuld für die plötzlichen Verwerfungen in der Industriegesellschaft auf die OPEC, schließlich hatte die ja „den Hahn zugedreht“.
Außerdem ergriff man energische Gegenmaßnahmen.
In den USA wurde das Öl in der North Slope in Alaska angezapft. Die Trans-Alaska-Pipeline lieferte ab 1977 Erdöl an das durstige Amerika. Nach nur acht Milliarden Dollar und nur drei Jahren Bauzeit übrigens. Das ist quasi Rekordtempo. Ihre höchste Durchflußrate erreichte dieses damals teuerste Infrastrukturprojekt des Planeten im Januar 1988 mit über 2,1 Millionen Barrel an einem Tag. Seltsamerweise zeigt der Trend seitdem dauerhaft abwärts. Für 2016 lag der durchschnittliche Durchfluß noch bei knappen 518.000 Barrel pro Tag.
Aber natürlich haben wir jede Menge Öl und auch viel zu viel davon, deswegen sind die Preise so niedrig. Zumindest sind das die Signale, die uns aus der Wirtschafts- und Medienwelt in den letzten Jahren so erreichen.

In Europa stürzte man sich auf die Nordsee. Auch diese Vorkommen waren bereits Ende der 60er Jahre entdeckt worden, nur hatte sie bis dahin niemand für wirtschaftlich profitabel erachtet. Eigentlich ein relativ flaches Becken, ist die Nordsee mehr wegen ihres lausigen Wetters als wegen der Wassertiefe eine Herausforderung. Man mußte völlig neue Technologien entwerfen, um an dieses Zeug ranzukommen. Das gesamte Technikpaket, das heute lapidar unter „Off-Shore Drilling“ zusammengefaßt wird, entstand in dieser Zeit.
Während die westlichen Industrieländer wirtschaftlich stagnierten, bohrte man mit verzweifelter Hektik Löcher in das Gestein und holte aus dem Boden, was man nur erreichen konnte. Trotzdem dauerte die Energiekrise bis etwa 1979/80 an. Da war das Embargo der OPEC längst vorbei. Mir wurde in der Schule noch erzählt, diese Ereignisse seien ja ausschließlich politisch basiert gewesen.
Die Fakten allerdings sprechen dagegen. Schon vor 40 Jahren rutschte die industrielle Zivilisation in eine Energiekrise, der sie nur mit äußerster Mühe entkommen konnte. Für eine Weile jedenfalls.
Ronald Reagan wurde Präsident, montierte Carters Solarzellen vom Dach des Weißen Hauses ab und schüttelte Maggie Thatcher die Hand. Die fand sich als erster Premier Großbritanniens seit Ende des Zweiten Weltkriegs in der Rolle einer Regierungschefin, die ein Land kommandierte, das in Energieüberschuß schwamm. In Deutschland putschte sich Helmut Kohl an die Macht.
Das infernalische Trio ging anschließend daran, wirtschaftspolitisch alles in die Tonne zu treten, was in den 70ern an sinnvollen Maßnahmen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks unternommen worden war. Der Neoliberalismus feierte fröhliche Urständ und begann endgültig seinen Siegeszug um die Erde, nachdem er bereits in den 70ern hoffnungsvolle soziale Demokratien in Südamerika in wirtschaftsfaschistische Folterregime verwandelt hatte. Die Chance ging vorbei und wurde nicht genutzt. Alle ergriffen energische Gegenmaßnahmen, aber eben in der falschen Richtung. Statt sich von der Droge zu lösen, suchte man nach Methoden, sich mehr davon zu verschaffen. Mit Erfolg.

Mensch hatte eine Chance. Vor 40 Jahren hätte man einen anderen Weg einschlagen müssen. Unsere Führer haben anders entschieden.

Die tägliche Ölförderung aus der Nordsee erreichte 1999 ihren Höhepunkt bei etwa 6 Millionen Barrel pro Tag. Man erwartet, daß sie bis 2020 etwa auf 2 Millionen Barrel zurückgehen wird. Seltsam, wo wir doch heute angeblich viel zu viel Öl haben und die Preise so niedrig…aber das sagte ich schon.
Die Zukunft, die Mensch seit 40 Jahren wegzuleugnen versucht, kommt noch immer auf uns zu. Aber diesmal ist keine Nordsee da, um uns zu retten. Kein Alaska. Alaska ist heute der Meeresboden unter einer schmelzenden Nordpolarkappe. Und noch immer versuchen die Apologeten des Wachstums, den Menschen eine eisfreie Nordwestpassage oder Nordostpassage als großartige Chance für eine globalisierte Wirtschaft zu verkaufen, von der angeblich alle profitieren werden.
Dabei sind derartige Dinge ein klares Zeichen für eine Katastrophe von noch nie da gewesenem Ausmaß, die auf unsere Gesellschaft zuzieht.

In einem Buch mit dem Titel A short history of progress“ beschreibt ein Mann namens Ronald Wright etwas, das er die „Fortschrittsfalle“ nennt. Es deckt sich mit dem, was ich in diesem Blog „Komplexifizierung“ getauft habe.
Eine gesellschaftliche oder technologische Verbesserung, die kurzfristig geeignet scheint, ein Problem zu lösen, die aber mittel- und langfristig ein Schritt in die falsche Richtung ist. In dem Moment, in dem das klar wird, ist es bereits zu spät für einen Kursänderung.
Dabei ist es in den meisten Fällen so, daß diese Fortschrittsfalle eben gar nicht erst erkannt wird. Die Trägheit der Masse, ich verweise da mal auf den vorherigen Beitrag.
Nach der gnadenlosen Logik „Wir haben ja schon so viel investiert, da können wir nicht zugeben, daß es ein Fehler war“ schreitet die Gesellschaft permanent weiter auf dem einmal eingeschlagenen Weg fort. Ich hatte dieses Phänomen bereits einmal erläutert.
Die dabei zugrundeliegende Intention oder die Ideologie der jeweiligen Typen, die da etwas umsetzen, ist unerheblich. Karl Benz oder Gottlieb Daimler wollten keine Kraftfahrzeugsteuern hinterziehen mit ihren Konzernen oder die Erdatmosphäre verseuchen. Sie wollten bessere Transportmöglichkeiten erschaffen.
Ich bin mir sicher, daß die Gebrüder Wright nicht vorhatten, Städte aus der Luft einzuäschern, als sie in den Dünen von Kitty Hawk erstmals gesteuert über den Sand flogen. Der Weg in die Hölle und den Untergang ist gepflastert mit guten Intentionen.
Das früheste Beispiel, das Ronald Wright in seinem Buch anführt, betrifft die Erfindung besserer Jagdtechniken durch unsere Vorfahren. So vor 15.000 Jahren, als die letzte Eiszeit nach einem kurzen Zwischenspiel endgültig die Flügel streckte und sich zum Urlaub in die höheren Berge zurückzog. Wobei „kurz“ hier etwa anderthalb Jahrtausende bedeutet, nur um da die Perspektive nicht zu vergessen.
Bessere Jagd bedeutet mehr Nahrung, mehr Nahrung bedeutet mehr Kinder, mehr Kinder bedeutet mehr Nahrungsbedarf, das bedeutet mehr Jäger – und somit immer weniger Jagdbeute. Die Geschwindigkeit, in der zur damaligen Zeit Großwildherden auf der ganzen Welt verschwinden, deckt sich mit dem, was wir über die Ausbreitung des Menschen wissen. Die immer größeren Clans packten ihre Sachen und begannen, auf der Suche nach neuem Jagdwild durch die Gegend zu ziehen. Und so begann Mensch seine Ausbreitung über die Oberfläche der Welt.

Wir haben uns seitdem niemals darauf eingelassen, diese Strategie zu hinterfragen. Ich halte unseren Vorfahren zugute, daß sie keine Ahnung von Systemtheorie hatten. Oder Ökologie. Oder komplexen Systemen. Diese Typen hatten Hunger auf Steak. Außerdem wollten die Ehefrauen bestimmt frische Felle haben, für die Sommersaison.
Das Problem ist: Wir modernen Menschen wissen über alle diese Dinge durchaus Bescheid. Zumindest könnten wir darüber Bescheid wissen. Wir haben nur keinen Bock, daraus auf Ebene der Gesamtgesellschaft mal die zwingenden Schlußfolgerungen zu ziehen, denn dazu müßte man sich ja erstens mit diesen Dingen beschäftigen, sie zweitens auch noch verstehen und drittens hat die Bundesliga grad wieder angefangen. Abgesehen davon würden viele Schlußfolgerungen der Meinung vieler Wirtschaftsexperten widersprechen. Da greifen wir doch lieber zum nächsten Bier und retten einen Quadratmeter Regenwald, indem wir uns weiter besaufen.
Ganz allmählich dämmert aber sogar den Standardökonomen die Wahrheit: Diese angeblich so brillante Sache mit Fortschritt, Innovation und Wachstum ist zunehmend Bullshit.

Bild 2: Frühstückszeit in der Metropole
Mit Ausblick über die Dächer Berlins schlürfen wir Prosecco und naschen gesunden Reis mit Gemüse. Oder Sushi. Wie viel Energie und Transportkilometer in diesen überteuerten Industriehäppchen stecken, interessiert keinen. Dabei wäre in Frühstück im eigenen Garten doch auch nett.

Jede Verbesserung in unserem Wissenstand, jede Erweiterung der Technosphäre bringt neue Probleme hervor, die wir durch noch mehr Wissen und noch mehr Technik zu lösen versuchen. Jede dieser angeblichen Verbesserungen hat die Tendenz, die menschliche Gesellschaft größer zu machen. Sie wird komplexer, damit wird sie aber auch immer inhumaner in ihrer Skalierung.
Tips angeblicher Experten statt Elterninstinkt. Erziehungsberater für Hunde statt selber Gassi gehen mit dem Vieh. Yoga und Tantra und Faszienentspannung statt einfach mal nicht 60 Stunden pro Woche im Büro zu malochen.
Der Oma einen Blumenboten ins Pflegeheim schicken, statt selbst hinzufahren oder Oma womöglich einen Schaukelstuhl auf die Veranda zu stellen.
Gleichzeitig werden die Folgen der Skalierung immer zerstörerischer für alles nichtmenschliche Leben auf unserem Planeten, das – auch wenn das niemand hören mag – dem menschlichen Leben an Zahl und Alter bei weitem überlegen ist.

Dazu kommt dann der Faktor des Abnehmenden Ertrags. Von der Steinkohle auf Erdöl zu wechseln, von der Dampfmaschine auf den Verbrennungsmotor – all das ging noch relativ zügig vonstatten. Die Kernenergie in einen Schuhkarton zu packen, um damit Autos anzutreiben, hat schon nicht mehr funktioniert. Kernenergie auf das Level der Fusion zu heben, funktioniert bis heute nicht und wird es auch nach meiner Meinung nie. Forschungsarbeit aus Jahrzehnten und unzählige Milliarden an Fördergeldern. Aber wir können natürlich nicht aufhören. Niemand sagt „Stop!“ Dazu haben wir bereits zuviel investiert.
Echte Erweiterungen der Technosphäre werden also immer seltener, denn dazu bedarf es immer komplexerer Methoden. Herr Röntgen kam noch durch Beobachtung und eine Handvoll Experimente auf die Eigenschaften seiner Strahlen. Die Entwicklung eines Ultraschallgeräts, das heute in jeder Dorfpraxis steht, dauerte schon wesentlich länger. Ein MRT erfordert heute siebenstellige Investitionen durch eine Arztpraxis und die dahinterstehende Technik war mit ein bis drei Nobelpreisen auf dem Gebiet der Kernphysik verbunden. Nichts, was ein Forscher im stillen Kämmerlein hinbekommen hätte.
Ein MRT macht wesentlich geilere Bilder als ein Röntgengerät, das ist sicherlich richtig. Es ist aber vermutlich auch etwa 3273mal teurer pro Aufnahme. Wenn also jeder Patient mit Kopfschmerzen direkt zum Radiologen geschickt wird, steigen die Kosten in einem Gesundheitssystem dadurch natürlich exponentiell an.
Die Intention der Entwickler war hier sicherlich eine gute, nämlich ein besseres bildgebendes Verfahren zu etablieren. Die Kehrseite ist die finanzielle Belastung eines Gesundheitssystems, von dem immer alle Parteien vehement sagen, es dürfe sich nicht zur Zwei-Klassen-Medizin entwickeln. Dabei sind wir längst auf dem Weg in eine Drei- oder Vier-Klassen-Medizin.

Die Symptome sind überall. Jeden Tag werden sie deutlicher. Mit jeder Meldung über Wirtschaftsgipfel, auf denen sich Experten den Kopf darüber zerbrechen, was mit der Weltwirtschaft denn nicht stimmen könnte. Zwischen Smoothies und Prosecco schütteln wir den Kopf und verstehen die Welt nicht mehr, weil wir uns keine Zeit mehr nehmen, über ihre Struktur nachzudenken.
Wir fortschritten uns immer weiter in den Abgrund. Die Zukunft wird uns nicht nur danach fragen, wie wir auf den falschen Weg gelangen konnten. Sie wird uns auch danach fragen, wie wir in der falschen Richtung so lange weiterlaufen konnten.

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8 thoughts on “Das wahre Morgen

      1. Geil!
        Ich hatte mal überlegt, mich mit der Herstellung von Papier zu beschäftigen. Aber da ich eine arme Sau bin, ist das bisher nur gedanklich geblieben.
        Ich meine – irgendwer muß ja die Bierdeckel machen, oder? 😀

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      2. Drogen. Drogen sind auch Zukunftsgeschäft übrigens. Wenn die lästige, aber hochentwickelte Pharmaindustrie stirbt – was ist dann beim Zahnarzt?
        Irgendwer muß da ein paar sanfte Opiate mischen können oder so. Du bist also auf dem richtigen Dampfer 😉

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