AKK-47

Noch eine Woche nach der Wahl in Europa ist der Kopfschmerz in der politischen Landschaft des Kontinents geradezu mit den Händen greifbar. Wobei der deutsche Hangover noch am übelsten ist. Dabei ist unsere Kanzlerin nicht mal abgewählt worden am Tag danach.
All das ist nur die Schuld eines blauhaarigen Typen auf Youtube, den ich, so muß ich gestehen, bis zu diesem Moment gar nicht kannte. Vermutlich macht er die falschen Let’s Plays für mich.
Jedenfalls hat der Mann, der sich Rezo nennt, dafür gesorgt, daß die CxU das mieseste Wahlergebnis ihrer Geschichte eingefahren hat auf deutschem Boden. Ich kann die hysterischen Pressefuzzis in Deutschland aber beruhigen: das wird nach der nächsten großen Wahl nicht mehr der Fall sein. Dann wird es nur noch das zweitschlechteste Ergebnis sein.

Glaubt man allerdings einem Herrn Fleischhauer, diesem traurigen Kolumnisten bei der Erbsenpistole der Demokratie, dann ist das alles Unsinn. In gewohnt am Thema vorbeischreibender Selbstbeweihräucherung erklärte er unlängst seinem Publikum, daß so einer wie Herr Rezo keinerlei Belesenheit aufwiese und außerdem – das hat er wirklich geschrieben – würden Politiker deshalb bei Anne Will oder Maybrit Illner im Fernsehen hocken, weil die eben acht Millionen Menschen erreichen. Der „panische Annäherungsversuch“ sei die falsche Reaktion, nicht das Ignorieren. Tl,dr: der kleine Junge hat nix zu melden, ignoriert ihn einfach.

Besser kann man nicht veranschaulichen, daß man das mit diesem seltsamen „Internet“ noch immer nicht verstanden hat. Wobei ich mich ja frage, warum Fleischhauer dann eigentlich nicht ausschließlich für die Print-Ausgabe des Spiegel schreibt, sondern so eine Online-Kolumne.
Herr Fleischhauer, zum Mitmeißeln für Leute wie Sie: wenn jemand wie Gronkh, der fünf Millionen Abonnenten auf Youtube vorweisen kann, ein zwanzigminütiges Video bezüglich Dingen wie der „Urheberrechtsreform“ hochlädt, und von diesen nur ein Fünftel am selben Tag das Video anschaut, werden die Verbreitungszahlen ihrer antiken Talkshows innerhalb von zwei oder drei Tagen um ein Mehrfaches übertroffen. Von weiteren anderthalb Millionen Followern auf Twitter reden wir da mal gar nicht.

Was ein alternder Digitalsimpel wie Jan Fleischhauer in seiner grotesken Selbstüberschätzung vor allem nicht versteht, sind zwei Dinge. Zum einen hat es einen Grund, warum man die Verbreitung von Informationen im Internet seit geraumer Zeit als „viral“ bezeichnet, wenn irgendwo die Klickzahlen und Retweets explodieren. Zum anderen bekommen sehr viele der acht Millionen Zuschauer bei Illner oder Anne Willundkannsnicht von irgendeinem Inhalt oft gar nichts mit.
Entweder ist im ewig gleichen Geseiher ewig gleicher Experten und Politsprechpuppen schlicht keine Information drin. Oder die Zuschauer schlafen abends beim Gemurmel der Stimmen angenehm auf dem Sofa weg. Warum sonst sollte man zum hundersten Mal den Prof. Dr. Experten des Instituts für Neue Asoziale Ausbeutungsmethodik einschalten? Vermutlich bügeln auch diverse Zuschauer beim Nicht-Zuhören die Wäsche. Meine Freundin konnte das früher prima, eine Fähigkeit, die in meinem Gehirn nicht vorhanden ist.
Falls aber Information drin ist, wird sie von den beim jeweiligen Sender angestellten Personen und auch im Vorfeld bereits sorgfältig gefiltert. Niemals kommt jemand mit einer zu kritischen Meinung in so eine Show. Fast könnte man öffentlich-rechtliche oder überhaupt alle Sender für Meinungsmache halten. Ob sie jetzt Gebühren eintreiben oder ihre Werbung plazieren müssen, ist hierbei unerheblich. Da sollte unsere Bundeskanzlerpraktikantin mal dringend nachschauen, ob das auch alles genehmigt ist. Ganz besonders, wenn gerade irgendwo Wahlen sind.

Der Knackpunkt ist der, daß zwar die digitale Aufmerksamkeitsspanne nicht zwingend hoch ist – nicht umsonst hat Twitter lausige 240 Zeichen – aber durch massive Vervielfältigung Information eben trotzdem in exponentieller Geschwindigkeit verbreitet werden kann. Desinformation natürlich auch. Darum unterhalten ja politische Parteien heutzutage Accounts. Fast möchte ich das Meinungsmache nennen.
Auf jeden Fall diskutiert einen Tag nach Anne Will keine Sau mehr über den Inhalt der Sendung. Deswegen müssen so grandiose Presseerzeugnisse wie Spiegel und ZEIT das ja auch für uns zusammenfassen. Falls die am nächsten Tag im Büro einer liest. In ehemaligen Printmedien wird heutzutage der Tatort diskutiert!
Dabei waren Zeitungen und Wochenmagazine mit Feuilletons und Kommentaren früher was für Intellektuelle und solche, die welche sein wollten. Heute gibt es Jasper von Altenbockum, dem früher selbst das DDR-Fernsehen keine Zulassung für den „Schwarzen Kanal“ erteilt hätte, wegen übermäßig menschenverachtender Propaganda oder so.
Wie wenig wirksam so etwas wie das Internet ist, hat man ja auch gesehen, als die Lex Springer, also die angebliche „Urheberrechtsreform“, neulich auf europäischer Ebene von Axel Voss (CxU) herbeilobbysiert worden ist. 4,5 Millionen Unterschriften dagegen wurden ignoriert. Demonstranten wurden als „Bots“ abgehandelt. Mit der genialen Begründung, da wären überall gmail-Adressen dabei bei der Online-Petition. Als darüber alle im Internet herzlich gelacht hatten, verunglimpfte die CDU die Demonstranten als „gekauft“.
Was wiederum ob der Lobbyistendichte in Brüsseler Regierungskorridoren auch für starke Erheiterung sorgte. Nun ja, offenbar haben zumindest einige dieser Bots auch Wahlrecht in Deutschland. Die anderen werden es bei der nächsten Bundestagswahl haben.

Herr Fleischhauer und andere zielten auch darauf ab, daß Rezo Blauhaar von einem professionellen Medienunternehmen gemanaged wird, wie das heute so heißt. Das ist faktisch korrekt, hat aber eben nichts mit dem Inhalt der überbrachten Botschaft zu tun. Allein Fleischhauers Kolumne ist ein auf vierzig Zeilen ausgewalztes Argumentum ad hominem. Für den angeblichen Versuch, ein Video ohne Fakten als solches darzustellen, geschrieben von jemandem, der wohl so etwas wie eine journalistische Ausbildung genossen haben soll, ist Fleischhauers Peinlichkeit an sachlicher Leere schwer zu überbieten.

Die Springer-Arschlöcher, die sich für Journalisten halten, hatten übrigens auch nicht Besseres zu tun, als dem breiten Publikum den echten Namen und die Familienverhältnisse von „Rezo“ unter die Nase zu reiben. Passenderweise versteckt hinter der Paywall, die diesen Hort der Hetze vor bösen Nichtzahlern und Werbeblockern schützt.¹
Aber das ist natürlich keine Meinungsmache. Es ist mieseste Propaganda und außerdem ein klarer Verstoß gegen die Regeln des deutschen Journalistenverbandes. Aber das hat das elende Vier-Buchstaben-Hetzblatt ja noch nie gestört. Wobei auch dreibuchstabige Publikationen die Fakten des Youtubers mit falschen Behauptungen zu widerlegen versuchten.
Das ist jetzt auch deshalb interessant, weil die FAZ, dieses marktradikale Sudelblatt, zu der Vereinigung gehört, die diese angebliche „Urheberrechtsreform“ mit angeleiert hat. Auch das ist ein klares Markenzeichen angeblich Konservativer: keinesfalls lassen wir uns von der Tatsache, daß das „Leistungsschutzrecht“ schon auf deutscher Ebene krachend gescheitert ist, davon abhalten, es gleich nochmal zu versuchen, nur mit viel mehr Aufwand. Wobei das auch gerne bei anderen Parteien zu finden ist. Realitätsresistenz ist keinesfalls von der CxU gepachtet.

„Kann die Generation youtube das Land wirklich verändern?“, fragt sich eines der deutschen Medien, die keine Meinungsmache betreiben.
Wieder ist es die falsche Frage. Womöglich hat der Wählerschwund der CxU etwas damit zu tun, daß sich das Land bereits verändert hat. Nur hat es die angebliche Volkspartei CxU eben noch immer nicht bemerkt.
Was unter Kohl begann, ist den angeblichen Vertretern eines dahinschwindenden Volkes unter Merkel längst zur Gewohnheit geworden: Politik zu betreiben für ein Land, das es gar nicht mehr gibt. Im besten Falle, natürlich. Denn nach Schröder betreiben eigentlich alle nur noch Politik für ihr eigenes Bundestagsmandat.
Ebenso wie den britischen Tories ist auch den angeblich Konservativen in Deutschland und anderswo das Land an sich längst völlig egal geworden.
Die Steigerung dieses Phänomens sind Brexit, Donald Trump, die AfD und Kanzlerkandidatenpraktikantinnen, die Deutschland in ein freiheitliches Nordkorea umwandeln möchten. Sie alle wollen zurück in Länder und Nationen, die es so nie gab. Was daran liegt, daß die führenden Köpfe diese nostalgisch verbrämten TakaTuka-Länder in ihrem Kopf niemals verlassen haben.

Schon wird auf oberster EU-Ebene darauf gedrängt, das sogenannte Spitzenkandidatenverfahren müsse unbedingt eingehalten werden. Dieses angebliche Verfahren wurde vor fünf Jahren von Jean-Claude Juncker und seinen unbestechlichen Kommissionsmitgliedern schlicht und einfach erfunden.
Übersetzt bedeutet es, daß die Parteien auf europäischer Ebene mit denselben Köpfen auf Plakaten in den Wahlkampf ziehen. Überall.
Allerdings hat exakt das nicht stattgefunden. Denn dazu bräuchte es landesübergreifende Wahllisten der europäischen Fraktionen. Die gibt es aber nicht, weil sie gezielt verhindert wurden und werden. Von der EVP, das ist die europäische Verkörperung der CxU, also die europäischen Konservativen.
Was wiederum bedeutet, der Superspitzenkandidat und unbedingt nächste Chef der EU-Kommission, Manfred Weber, stand in exakt einem Land zur Wahl: Bayern. Schon bei mir stand er nicht auf dem Wahlzettel, da ich es glücklicherweise bisher vermeiden konnte, in Bayern wohnen zu müssen. Das würde ich ohne ein Känguruh und Schnapspralinen keinesfalls aushalten.

Ein CSU-Typ, der Angehörige einer höchst provinziellen, religionsfanatischen Partei, die so nah an der AfD steht, daß die daneben beinahe linksextremistisch wirkt, soll also den mächtigsten Büroposten der Welt bekommen, weil sich seine Kumpels vor fünf Jahren eine Regelung aus dem Arsch gezogen haben, die keinerlei gesetzliche Grundlage hat und mit der man einem Parlament Vorschriften machen möchte.
Aus genau diesem Grund ist auch ein komplett denkbefreiter Typ wie Günther Oettinger, dieses Frettchen auf Meth, heutzutage Wirtschaftskommissar in der EU. Die Begründung dafür, warum dieser Kerl den zweitmächtigsten Job der EU bekommt, war vor drei Jahren: „Nun ja, er ist halt dran.“
Nur für den Fall, daß sich demnächst jemand mit einem Stapel Unterlagen irgendwo um einen Halbtagsarbeitsplatz zum Mindestlohnsatz bewerben muß. Das gibt der allseits beliebten Frage: „Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?“ doch einen völlig neuen satirischen Beigeschmack. Günther Oettinger würde ich nicht mal die Kartoffeln schälen lassen, die ein Peter Altmaier in seiner Pommesbude verwenden möchte.
Ich werde das angeblich so unglaublich wichtige „Spitzenkandidatensystem“ dann gutheißen, wenn wir Europäer die Kommissionsmitglieder direkt wählen. Oder zumindest den Chef.

Statt also mal auf die Idee zu kommen, daß der massive Stimmenschwund gerade bei den U30 schlicht und einfach auf beschissene Politik und Vollidioten in Führungspositionen zurückführbar sein könnte, suhlt sich die CxU seit einer Woche in weinerlichem Selbstmitleid, daß selbst den Hundekrawatten im Land vor Staunen der Mund offen bleibt. Sollte nach dieser Woche noch einmal irgendwer aus der CxU-Fraktion den blauen Nazis vorwerfen, sie würden sich immer in die Operrolle stellen, wird das Gelächter des Internets diabolische Ausmaße annehmen.
Diese rückgratlosen Industrielobbyisten (m/w) in Anzug und Kostüm glauben weiterhin ernsthaft, ihre großartige Zukunftspolitik sei von diesem bösen Internet torpediert worden. Das waren bestimmt dieselben Bots, die schon die großartige „Urheberrechtsreform“ nicht gut fanden, mit der jetzt Milliarden kreativer Menschen viel einfacher Geld verdienen können. Wobei mir immer einfällt, daß das ja auch angeblich schon das Ziel der vorherigen Reformen auf diesem Gebiet sein sollte. Da scheint etwas nicht funktioniert zu haben.
Vielleicht waren es auch diese von Rußland aus ferngesteuerten Schulkinder, die ständig gegen den Klimawandel protestieren, der gar nicht existiert. Außerdem hat die glorreiche CxU den Ausstieg aus der Kohle beschlossen, das sollte ja wohl genügen.

Was der CxU wirklich wichtig ist: Sie stellt irgendwelche Regeln auf und alle anderen haben in dieser Welt dann brav CxU zu wählen. Ansonsten müssen wir uns dringend über die Regeln unterhalten.
Da müssen sich der Planet und die Kohle-Arbeitsplätze mal zusammensetzen und eine gemeinsame Lösung finden.

Nur blöd, daß eben ein „Kohleausstieg“ bis 2038 gar keiner ist. Sondern eine Laufzeitverlängerung gerade von Braunkohle um weitere zwanzig Jahre. Ich habe diesen Regierungsbunker noch immer nicht gefunden, in dem die Leute sitzen, die sich für eine derartige Scheißpolitik immer so wunderbar euphemistische Namen einfallen lassen. Falls da jemand einen Tip hat, nehme ich den gerne entgegen.
Außerdem meldeten sich direkt nach der Wahl diese Woche schon wieder die ersten „Wirtschaftsexperten“ der CxU und ließen verlauten, das ginge ja alles so nicht mit der Kohle. Man müsse doch an die Arbeitsplätze denken. Ernsthaft fragte irgendwer irgendwo auf Twitter, was denn die Gesellschaft den Leuten erzählen solle, die in der Kohleindustrie beschäftigt sind und womöglich sogar Kinder haben.

Ich muß sagen, ich verstehe alleine die Frage nicht. Die aus ihr ausstrahlende abgrundtiefe Ignoranz gegenüber jeglicher Zukunft zeigt aber klar und deutlich, wie unfaßbar tief die Realitätsresistenz in unserer Gesellschaft besonders in konservativen Kreisen eingebrannt ist.
Man könnte diesen Leuten beispielsweise dasselbe erzählen, was der damalige FDP-Gesundheitsminister Rösler den 25.000 Schlecker-Angestellten nach der Pleite gesagt hat: „Findet halt eine Anschlußverwendung.“
Man könnte die Agentur für Arbeit zitieren oder jeden beliebigen Arbeitgeber: „Wir erwarten Flexibilität.“
Oder die allgemeine Grundhaltung der CxU und der ehemaligen SPD: „Wer keine Arbeit hat, ist halt nur faul oder sollte nicht am Markt vorbeilernen. Sozial ist, was Arbeit schafft.“

„Geht in die Politik“, raten Politik-Profis vom Schlage eines Jens Spahn den #fridaysforfuture-Demonstranten. Wer Verstand hat, tut genau das nicht. Politik ist seit Dekaden Teil des Problems.

Das klingt jetzt ein bißchen unsportlich, aber es ist ja nicht von mir. Außerdem gab es da so etwas wie eine Solarindustrie in Deutschland. Der wurden vor einigen Jahren die Subventionen gestrichen. So wie Donald Trump das jetzt in den USA tut, wofür er massiv kritisiert wird.
In Folge fielen Arbeitsplätze weg bzw. entstanden nicht mehr. Die Zahl wird auf ungefähr 80.000 seit 2013 geschätzt. Die deutschen Solarstromer sind heute weg, den Markt beherrschen jetzt die Chinesen und er wächst ständig. Schade, da wäre bestimmt ein wenig Marktführung mit technologischem Know How drin gewesen.
Aber was kann man erwarten von einem Land, in dem Menschen die Bastelei eines Rudolf Diesel noch immer für eine zukunftsweisende Innovation halten. Hätte einer hingegen eine kohlebetriebene Nachtspeicher-Heizung erfunden…
Ich komme aus NRW und höre seit meiner Jugendzeit diese Sprüche vom Strukturwandel. Der dann aber niemals kam. Das Auto, das auf die Betonmauer zurast, darf nicht gestoppt werden, nicht gebremst und überhaupt müssen wir über die Existenz dieser Mauer da hinten erst mal diskutieren. Da gibt es bestimmt einen Kompromiß. Es ist wie überall anders auch: die Politik aller großen Parteien läuft darauf hinaus, auf keinen Fall etwas zu verändern. Politik ist dafür da, alles so zu belassen, wie es ist.

Offensichtlich ist diese Politik unsozial, denn Arbeit geschaffen hat man mit dieser Aktion keinesfalls. Aber so sind sie, die „Konservativen“. Tetanusartig verkrampftes Festhalten an uralten Dingen wird als gelungene Wirtschaftspolitik hingestellt. Die CxU war schon immer die Partei derjenigen, die am wenigsten persönliche Zukunft haben und daher die Zukunft mit der größten Begeisterung plündern.
Und dann sind sie sauer, wenn sie keine Stimmen mehr kriegen. Wie unfreundlich von den Wählern. Erst schlägt man denen ständig in die Fresse und dann weint man rum, weil man so brutal nicht gewählt wird.
Die Europa-Fraktion der CxU hatte ernsthaft die Dreistigkeit, sich darüber zu mokieren, daß ja die Berliner Politik versagt hätte.
„Versagen“ bedeutet in diesem Falle, daß es bei Europawahlen keine Prozenthürden gibt in Deutschland und kleine Parteien deshalb in das Parlament einziehen können. Da hätte doch die Bundesregierung mal was machen müssen!
Dann hätte die CxU nämlich auch noch die zwei Sitze der Partei DIE PARTEI gekriegt. Die Ursachenforschung von Frau Angelika Niebler aus Bayern ist also eindeutig: Wir müssen andere Parteien besser wegblocken, dann haben wir auch mehr Sitze. Auch Seehofer habe das verbockt, heißt es aus diesen demokratischen Kreisen an der Stelle.

Das liegt vermutlich daran, daß Seehofers Horst gerade damit beschäftigt ist, das „Gesetz zur Harmonisierung des Verfassungsschutzrechts“ zu entwerfen.
Da steht drin, daß Geheimdienste in Zukunft auch auf alles zugreifen dürfen, was unter Journalismus und Verlage fällt. Vom Server weg. Das ist alles dringend notwendig, wegen weil…ähmmm..Sicherheit!
Das stand auch auf den Wahlplakaten der FDP. Und der AfD. Und der CDU. Zwar nur kommunal in meinem Falle, aber die Sicherheit war überall vertreten.
Auch verschlüsselte Messenger wie WhatsApp gehen gar nicht. Das hat Horst noch vor den Wahlen verlauten lassen, im Gegensatz zur neuen Aktion. Womöglich gibt es da Meinungsmache, von der die CxU dann nichts weiß im Wahlkampf. Das wäre ja völlig undemokratisch.
Hatte ich schon nach diesem Regierungsbunker gefragt, in dem die Bunkeroiden sich diesen Scheiß ausdenken? Harmonisierung ist ein brillanter Schachzug. Wer kann schon gegen Harmonie sein.

Im Hintergrund höre ich Erdogan rufen: „Voll positiv!“
Schon das Netzwerkdurchsuchungs…ähmm…durchsetzungsgesetz des Herrn Maas wurde international ein so großer Erfolg, daß die Russen es sofort kopiert haben. Falls jemand meint, totalitärer Mist sei ausschließlich Domäne der CxU.
Gerade erst rauscht es kräftig im globalen Blätterwald, weil irgendwer gesagt hat, daß diese chinesischen Smartphones von Huawei womöglich Hintertüren eingebaut haben. Nicht, daß man dafür irgendwelche Beweise hätte. Aber die Behauptung genügt. Schön natürlich, daß solche Behauptungen dann von den vertrauenswürdigsten Quellen des Planeten stammen, nämlich amerikanischen Diensten und dem Präsidenten. Dann springen andere auf und gerüchten das weiter, allerdings mit wenig technischer Brillanz. Macht aber nichts, China ist böse!
Die NSA nicht, wir sind ja die Guten. Ich weise an dieser Stelle darauf hin, daß diese faschistischen Überwachungsidioten seit nunmehr zwei Jahrzehnten die IT-Infrastruktur des Planeten systematisch schwächen, indem z. B. Sicherheitslücken nicht bekanntgegeben, sondern geheimgehalten werden.

Natürlich rudert Innen-Horst inzwischen schon wieder zurück. Er wolle selbstverständlich Terroristen bekämpfen. Und Extremisten. Keine Journalisten Na, dann ist ja alles gut.
Oder eben auch nicht, wenn man bedenkt, daß man hier in Deutschland problemlos auf einer Liste mit „Linksextremismus“ landen kann, wenn man vor Jahren mal an einer Anti-Atom-Demo teilgenommen hat. Oder wenn man bedenkt, was der Generalsekretär der CDU, Paul Ziemiak, zum Rezo-Video sagte. Money Quote: „Journalismus ist das aber nicht.“

Überhaupt zeigt die Reaktion der Konservativen auf die Wahl, wie ihr Denken aussieht.

CDU-Fraktionschef [in Berlin, d. Red.] Burkard Dregger nannte das Ergebnis der Union unbefriedigend. Kritisch äußerte sich Dregger zu den Grünen: „Den Grünen ist das Geschäft mit der Angst am besten gelungen. Sie haben die Angst vor dem Klimawandel in Zustimmung ummünzen können“, erklärte er. „Diese Ängste haben gerade im Endspurt des Wahlkampfes die Ängste vor Terror und Kriminalität übertroffen.“

Heißt übersetzt: „Die Scheiß-Ökos haben den Leuten mehr Angst gemacht als wir. Das geht überhaupt nicht!“
In meinem Kopf klatscht Orbán aus Ungarn Applaus. Orwell bietet Dregger eine Victory-Zigarre an.

Verehrte Wählerinnen, Wähler und WähleriXe an den Empfangsgeräten: diese Aussage hätte auch einem Goebbels Freudentränen in die Augen getrieben. Ich vermute, der Herr Fraktionschef hat da einen kleinen Altar auf seinem Kaminsims stehen, mit Weihrauchstäbchen und so. Gut, da steht wahrscheinlich ein Bild von Adenauer oder Strauß und dem Herrn Papa, aber das ist nur Tarnung.
Kassandra hatte schon einmal prophezeit, daß die CxU die erste Partei sein wird, die mit der AfD koaliert. Falls sich jemand fragt, woher diese Überzeugung kommt: Daher.
Das Volksverhetzungsblatt Nr. 1 in Deutschland gibt hier den Takt vor, denn es verglich die Methoden der Grünen – Wahlgewinner – mit denen der AfD – nicht ganz so Wahlgewinner, aber keinesfalls solche Loser wie die CxU. Natürlich wieder ein grandioser Griff ins Klo und eine klare Übung in Medienkompetenz.
Hatte ich mal was zu emotionalen Wahlkampagnen gesagt? Hatte ich.

Die Reaktion auf realitätsferne Scheißpolitik aus eigenem Haus ist keinesfalls eine Änderung der Politik. Man muß die Realität ändern und alles nur besser erklären. Wozu allerdings Fachkompetenz nötig wäre.

Denn seit alter Zeit ist bekannt, daß Angst essen Hirn auf. Herr Dregger jr. vergißt allerdings dabei zu erwähnen, daß die Klimawandel-Nummer der Grünen wissenschaftliche Handfestigkeit aufweist.
Während die Kriminalstatistik klar sagt, daß Deutschland im letzten Jahr und auch davor eher sicherer geworden ist, die Kriminalität also sinkt, steigen die Temperaturen und CO2-Werte nämlich weiter.
Auch die Anzahl der Insekten und sonstiger Tierarten nimmt ähnlich schnell ab wie die Anzahl der Gehirnzellen eines CDU-Mitglieds vor und nach Eintritt in die Partei.
Sehr viele Dinge deuten darauf hin, daß es nicht um die Maß Bier im Zelt beim politischen Aschermittwoch geht, sondern global gesehen stark um die Weißwurst, also einen Planeten, der auch weiteren Generationen noch ein brauchbares Zuhause bieten kann.
Ist natürlich blöd, wenn die Realität sich als zugkräftiger erweist als die geschürten gefühlten Ängste, mit der die Konservativen bisher zuverlässig Wähler an die Urnen scheuchen konnten.
Man könnte Herrn Dregger mal fragen, ob das nicht Meinungsmache ist, wenn man Leuten so einen Quatsch einredet. Am Ende glauben die das noch. Was übrigens den Terror angeht: die meisten Opfer von islamistischen Terroranschlägen seit Beginn des Jahrhunderts sind – Muslime.

„Terroristische Handlungen sind solche, die […] mit dem Zweck begangen werden, einen Zustand des Schreckens hervorzurufen, eine Bevölkerung einzuschüchtern…“
Resolution 1566 des UN-Sicherheitsrates

Im Wortsinne bedeutet „Terror“ also nichts weiter als „mach den Leuten Angst, um deine Agenda durchzusetzen“. Insofern ist es nur mäßige Übertreibung, wenn man die Unionsparteien als die größten Terroristen in ganz Deutschland bezeichnet.
Wer also geglaubt haben mag, die beleidigte MiMiMi-Reaktion der Kanzlerkandidatspraktikantin Kramp-Karrenbauer wäre eventuell ein Ausrutscher gewesen: Nein. War sie nicht. Sie entspricht dem essentiellen Kern der CDU/CSU.

Hier sehe ich in meinem Kopf Kim Jong Un winken, den sympathischen Amtsträger der Demokratischen Volksrepublik Korea. Recht hat AKK, das geht so nicht weiter. Man stelle sich vor, da würden sich Prominente hinstellen und eine bestimmte Wahl empfehlen oder davon abraten…oh…Moment

So sieht fortschrittliche Politik a la CxU aus. Wenn man keine Stimmen bekommt, muß man Leuten, die einen zu Recht kritisieren, eben das Maul verbieten. Auf keinen Fall kann das an der Realität liegen! Der Strick um den Hals der Bevölkerung, an dem wir alle ziehen müssen, ist total alternativlos!
Einfach so Videos ins Netz stellen ohne vorherige Genehmigung durch das Innenministerium, das geht nicht. Warum mich diese Aussage von Frau AKK nicht überrascht hat, kann jeder nachvollziehen, der mal ihre Geisteshaltung zu anderen Dingen wie Abtreibung, Homosexualität und solchen Themen nachvollzogen hat. Das meiste davon stammt noch aus Saarländer Zeiten, aber das Internet hat ein langes Gedächtnis. Der letzte Saarländer, der auf deutschem Boden massiv die Meinungsfreiheit reformiert hat, war übrigens Erich Honecker.

Meinungsmache – wo kämen wir denn da hin? Wobei mir gerade einfällt, daß der Bayernkurier eingestellt worden ist. Das meinen Konservative, wenn sie von „Kritikfähigkeit“ reden. Man muß eben dafür sorgen, daß niemand mehr zur Kritik an der beschissenen Politik fähig ist. Orwell wäre so unfaßbar stolz auf die heutige CxU.

Das Schöne an Frau AKKs Tweet ist, daß man klar ersehen kann, daß sie das Video von Rezo nicht gesehen, geschweige denn verstanden hat. Denn der blauhaarige junge Mann stellt im Laufe seiner Sendung fest, daß es die CDU ist, die sich selbst zerstört. Das muß diese Zuhörer- und Wirhabenverstanden-Partei sein.
Ebenso wie Jens Spahn, der sich damit brüstete, er habe dem Video mal „20 Minuten zugesehen und ein bißchen rumgescrollt“. Nur blöd, daß es fast eine Stunde lang ist. Und es liegen auch noch weiterführende Links dabei.
„Zerstören“ bedeutet heutzutage bei diesen youtubern übrigens, daß man jemanden sachlich fundiert Argumente um die Ohren haut und die so belegt, daß derjenige-welche darauf keine echte Entgegnung mehr bringen kann.
Jaaaa, das ist tatsächlich möglich. Youtube besteht nicht nur aus Flacherdlern, Kreationisten und Impfgegnern. Auch wenn es mir selbst manchmal schwer fällt, das zu glauben.
Das Wort dafür ist übrigens „Kommentar“. Oder „Debatte“. Natürlich sind Bundestagsparteien in so etwas ungeübt. Schließlich hat man Fraktionsdisziplin.

Ist Rezo oder irgendwer sonst auf Youtube also verantwortlich für das miese Abschneiden der CxU?
Nein. Ist er nicht. So etwas wie der „Rezo-Effekt“ ist nur deshalb möglich, weil Ahnungslose, denen man im echten Leben nicht nur keine Pommesbude², sondern überhaupt keinen Job anvertrauen würde, mit ihrer bräsigen, bornierten Arroganz und massiver Politik gegen die eigenen Wähler immer noch glauben, sie hätten etwas zur Gestaltung der Zukunft beizutragen. Die CxU kriegt es ernsthaft gebacken, sich als die Partei hinzustellen, der Deutschland den Atomkraftausstieg zu verdanken habe.
Oder die Partei, die nicht für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden könne und die vor allem schon unfaßbar viel dagegen getan hat. Denn auch dieses Thema spricht Rezo im Video an. Die CxU-Antwort hat glücklicherweise schon jemand anders analysiert.

„In diesem Faktencheck wurden keine belastbaren Aussagen der CDU gefunden, welche die Inhalte in Bezug auf Klimaschutz des Videos von Rezo substanziell widerlegen.“

Die Rede von AKK am Wahlabend war eine Offenbarung an Realitätsresistenz. Von der dahinsiechenden ehemaligen SPD reden wir mal gar nicht. Diese Partei fällt als psychiatrische Diagnose schon nicht mehr unter schizophren, das ist Borderline in übelster Kategorie.

Wenn bestimmte blaue Parteien mit wenig grundgesetzlicher Festigkeit unter den Füßen historisch faktenfrei und lernresistent ihre Nichtwähler beleidigen, dann ist das Populismus. Für alle anderen ist Wahlkampf.
Das entstammt übrigens dem lateinischen Populus, also „Volk“. Wobei damit „niederes Volk“ gemeint war. Das Wort „Pöbel“ stammt daher. Als solchen hat die CxU bei der Diskussion um Artikel 13 der „EU-Urheberrechtsreform“ ja Kritiker verunglimpft. Natürlich war das keine Meinungsmache. Oder polemisch. Oder faktisch zweifelhaft. Wer eine gmail-Adresse hat, ist ein Bot.
Diese Reichweite von Youtubern, die Frau Kramp-Karrenbauer da ernsthaft zum Problem erhebt, ist auch furchtbar und muß dringend geregelt werden. Alleine schon diese unterschwellige Annahme, die Gültigkeit von Art. 5 GG hätte etwas mit der jeweiligen medialen Reichweite zu tun, spricht mehrere Bände.

Man stelle sich vor, irgendwelche Leute könnten binnen kurzer Zeit Millionen Menschen erreichen und ihnen vorgeben, was sie worüber zu denken haben. Das wäre ja…Springer. Oder die Funke Mediengruppe. Oder Bertelsmann. Oder ganzseitige Anzeigen in der FAZ, bundesweit, direkt vor einer Bundestagswahl.
Die CxU ist seit nunmehr fünfunddreißig Jahren für mich das Sinnbild einer Partei, die ihren Wählern ins Gesicht pißt und nicht einmal den Anstand hat, das Regen zu nennen.
Bedenkt man, daß seit Kohls Machtergreifung jetzt 36 Jahre vergangen sind, von denen die CxU 29 regiert hat, muß man sich als wählender Mensch wirklich die Frage gefallen lassen, wie weit man sich eigentlich noch zum Mitläufer bei diesen Zukunftsvernichtern machen möchte. Der Hinweis sei erlaubt, daß in 20 dieser 36 Jahre der Koalitionspartner die „FDP“ war. Und die ist jetzt keine andere Partei geworden, nur weil sie einen adretten Porschefahrer-Starschnitt als Chef benannt hat. #911erforFuture ist kein Hashtag, dem man Glauben schenken sollte.

Im Zwei-Parteien-System der USA und Brexitanniens ist die politische Desintegration des BAU, des business as usual, schon viel deutlicher sichtbar. Ebenso wie ein Youtube-Video sind Donald Trump und Brexitabstimmungen keinerlei Ursachen für irgendwas. Sie sind Symptome einer langen, schweren Erkrankung des politischen, ökonomischen und demokratischen Systems.
Man schaue sich Republikaner und Sozialisten in Frankreich an. Bei den aktuellen Wahlen bekamen die Sozialisten noch sechs, die Republikaner noch acht Prozent. Wenn das ein Mitterand wüßte, er würde sofort seinem Grabe entsteigen. In zehn Jahren werden das die deutschen Großkoalitionäre von heute sein. Gerade eben hat eine Umfrage die Grünen erstmals vor der Union plaziert in Deutschland.
Natürlich sollte man auf Umfragen nicht allzuviel geben. Interessant ist aber, daß beide Ergebnisse gestern veröffentlicht wurden, die eine Umfrage aber komplett nach den Europawahlen stattfand, die andere größtenteils davor.
Leute wie der AfD-Chef Meuthen und der Sudelkolumnist Wagner von BLÖD haben bereits lautstark verkündet, sie würden das Land verlassen, sollte jemals ein Grüner Kanzler werden. Wobei Wagners hirnamputiertes Geschreibsel auch die Schlußfolgerung eines sofortigen Selbstmordes zuließe. Mir wäre beides eine eventuelle Wahl der Grünologen wert, muß ich sagen.

Schon im Bund hatten CxU und SPD gute 14 Prozent verloren. Das einzige, was man dem angeblichen Wählerwillen relativ klar entnehmen konnte im September 2017, war die Tatsache, daß sich eine weitere Große Koalition wohl nicht wirklich großer Beliebtheit erfreuen würde.
Trotzdem hatten die Medien drei Minuten nach dem Scheitern der vorher angeblich unausweichlichen Jamaika-Lösung nichts anderes zu tun, als die nächste GroKo herbeizuschreiben. Plötzlich war die „SPD“ wieder staatstragend systemrelevant statt eines entkernten Loserhaufens ohne Prinzipien. War das eigentlich Meinungsmache?

In Brexitannien haben die nationalistischen Tiefflieger eines Nigel Farage über so ziemlich jedem Wahlkreis Napalm abgeworfen und das politische System des Landes, dieses permanente Im-Kreis-Wichsen der Eton- und Oxford-Ökonomieeliten, zu Asche verbrannt. In Frankreich haben die Rechten von Le Pen den bemühten Macron besiegt.
Frau Kramp-Karrenbauer bewegt sich als Antwort darauf auf dem antidemokratischen Territorium einer „AfD“ und schlimmerer Parteien mit ihrer gezeigten Denkweise und Faktenignoranz.
In Reaktion auf katastrophales Mißmanagement will die CDU jetzt ernsthaft eigene Youtuber ins Rennen schicken. Wobei die Idee eines Herrn Söder, CSU-Sitzungen live zu streamen, schon fast wieder was für sich hat. Aber irgendwie klingt mir das stark nach Meinungsmache. Da sollte man mal ein paar Regeln festlegen, finde ich.

Digitalkompetenz und -verständnis der CxU: ein Video ins Netz gestellt und schon wird das mit den Wählerstimmen wieder flutschen. Warum sollte man da die Politik ändern?

Chapeau, Frau Kramp-Karrenbauer. Sich nach einer derartigen Wahlschlappe hinzustellen – ja, es war eine, das kann sich die CxU noch so sehr schönreden – und noch mehr Leuten einen Grund zu geben, die eigene Partei keinesfalls mehr in Erwägung zu ziehen – dazu gehört schon ein ganzes Stück bornierter Arroganz und Realitätsresistenz. Beeindruckend.
Es war längst überfällig, daß der CxU ihre eigene Heuchelei und Doppelmoral endlich mal auf die Füße fällt. Aber da geht bestimmt noch was. Ich setze große Hoffnungen auf Sie, Frau Kramp-Karrenbauer.
Die Selbstzerstörung der ehemaligen SPD war bereits ein in seinem Selbstmitleid abstoßendes Schauspiel elenden Versagens. Die Selbstzerstörung der CxU – die Thematik des Rezo-Videos – wird nicht weniger verdient sein.
Im Fall der CxU kann ich nur sagen: Mission accomplished, #Rezo. Der nächste logische Schritt ist für Europa, Manfred Weber auf keinen Fall zum Kommissionschef zu machen. Diesen Absturz haben sich die Profi-Parteien hart erarbeitet. Feiert euren Erfolg.

Ich drücke dem Kontinent die Daumen und feiere meinen persönlichen Wahlsieg. Doppelt so viele Sitze, eine Vervierfachung der Stimmenzahl. Ich habe auf jeden Fall die Volkspartei der Zukunft gewählt. Außerdem freue ich mich auf die erste Powerpoint-Präsentation von Nico Semsrott vor dem EU-Parlament. Vielleicht irgendwas mit Demokratie?
Dazu ein wenig Musik.


¹ da ich ja nicht auf Springer-Schlamm linke: https://twitter.com/intr4venous

² Kassandra entschuldigt sich bei allen Pommesbudenbesitzern! Pommes sind frittierte Sonnenstrahlen und ein ordentlich geführter Betrieb dieser Art macht die Welt zu einem besseren Ort aus Frieden und Harmonie. Eben darum kann man das keinem Politiker anvertrauen. Das muß man den Profis überlassen. Es ist nur ein Beispiel. Peace!

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